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Schutzmaßnahmen gegen Vogelgrippe

Schwarzach - Ab Montag und bis Ende April 2008 gelten rund um die großen Schweizer Seen, also auch um den Bodensee, wieder Schutzmaßnahmen gegen Vogelgrippe.

Betroffen sind laut dem Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) Gebiete im Umkreis von einem Kilometer um die Seen, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur sda. Am österreichischen Teil des Bodensees bestehen diese „Bio-Sicherheitsmaßnahmen“ durchgehend, wie Vorarlbergs Landesveterinär Erik Schmid erklärte.

Die Schweiz dagegen fahre die Maßnahmen im Sommer zurück und führe sie zu Beginn der kalten Jahreszeit wieder ein, so Schmid. Die Bestimmungen seien in der Schweiz und in Österreich gleich, betonte der Landesveterinär. Gemeinsam laufe am Bodensee auch die Überwachung durch die Anrainer-Länder. Die Ergebnisse der Proben der Vögel würden regelmäßig ausgetauscht, informierte Schmid.

In der Ein-Kilometer-Schutzzone müssen Geflügelhalter ihre Tiere in einem geschützten Raum füttern und tränken. Der Wasserzugang des Federviehs darf für wild lebende Wasservögel nicht erreichbar sein. Zudem dürfen Puten und Hühner nicht gemeinsam mit Wassergeflügel gehalten werden. Sind diese Bedingungen erfüllt, dürfen die Tiere im Winter auch in sensiblen Zonen ins Freie. Eine Stallpflicht gibt es in der Schweiz in diesem Jahr, anders als in den beiden vorangegangenen, nicht.

„In der Zone um den Bodensee gibt es in Vorarlberg nur ganz wenige Betriebe“, so Schmid über die Situation in Vorarlberg. In der Schweiz sind laut dem sda-Bericht rund fünf Prozent der Geflügelbetriebe von den Vorsichtsmaßnahmen betroffen, insgesamt 1.000 professionelle und rund 4.000 Hobby-Geflügelhalter. Vorsichtsmaßnahmen ergreift die Schweiz auch beim Import von Geflügel und Geflügelfleisch: Aus Ländern oder Regionen, in denen die Vogelgrippe aufgetreten ist, darf weder Geflügel noch Fleisch in die Schweiz importiert werden.

In der Eidgenossenschaft überwintern laut dem BVET rund eine halbe Million Wasservögel. Das Vogelgrippevirus sei unter wild lebenden Wasservögeln aber nicht weit verbreitet und werde, wenn überhaupt, selten auf Hausgeflügel übertragen, hieß es. Im vergangenen, milden Winter blieb die Schweiz von der Vogelgrippe verschont. Im Winter 2005/06 waren dagegen laut dem Bericht 32 infizierte Wildvögel gefunden worden.

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