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Schulwart als Sextäter vor Gericht

Auf der Anklagebank - ein 43-jähriger Schulwart. Der Vorwurf - jahrelanger Missbrauch seiner Stieftochter. Doch heute wird der komplette Strafakt vorgelesen - wie vom Verteidiger beantragt.

In der Regel werden bei der Hauptverhandlung Beschuldigte einvernommen, Zeugen befragt und Sachverständige gehört. Manchmal auch Aktenstücke verlesen, wenn dies von der Verteidigung gewünscht wird.

Gesamter Akt verlesen

Im Falle des angeklagten Schulwartes aus Feldkirch werden Richter Peter Mück und Beisitzerin Sonja Nachbaur wohl eine Weile lang mit Lesen beschäftigt sein. Verteidiger Klaus Pichler will das so. “Die Schöffen sollen sich einen möglichst unmittelbaren Eindruck machen”, so der Rechtsanwalt zu den “VN”.

Dem Mann, der seit einem halben Jahr in U-Haft sitzt, wird vorgeworfen, er habe seine heute 19-jährige Stieftochter immer wieder zu sexuellen Handlungen gezwungen. Erst nach Jahren konnte sich die junge Frau aufraffen, beim IfS Hilfe zu suchen und ihren Stiefvater anzuzeigen.

Mutter gegen Tochter

Die Mutter des Mädchens hingegen glaubt an die Unschuld des Angeklagten. Für sie ist die Familie das Opfer, nicht ihre Tochter. Auch im Gerichtsgang ist unschwer zu erkennen, dass diese Mutter mit ihrer Tochter nichts mehr zu tun haben will. Statt dessen besucht sie den Angeklagten regelmäßig im Gefängnis, schreibt ihm, glaubt an ihn. Sie unternimmt selbst dann nichts, als ein Fremder am Gang versucht, das Mädchen zu fotografieren – schützt es nicht. Eine Sozialarbeiterin vom IfS steht der jungen Frau zur Seite. Auf die Schöffen kommt jedenfalls eine längere Lesung zu, der Akt ist dick. Der Angeklagte selbst ist nicht geständig. Wenn die “Lesung” zu Ende ist, muss sich der Sittlichkeitssenat jedenfalls für schuldig oder nichtschuldig entscheiden.

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