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Schulbank drücken für Polizei-Dienst

Schulleiter Thomas Hopfner (r.) mit Schülern des Bildungszentrums der Sicherheitsexekutive.
Schulleiter Thomas Hopfner (r.) mit Schülern des Bildungszentrums der Sicherheitsexekutive. ©Emir T. Uysal
Alles über das Aufnahmeverfahren und persönliche Eindrücke.
Einblicke in die Polizeischule

Feldkirch-Gisingen. (etu) Sie vermitteln Vertrauen in Sicherheit und Freiheit. Mit dem Leitbild, Schutz in Gefahrensituationen zu bieten und die Bedürfnisse von Opfern und Betroffenen wahrzunehmen, stellen sie sich jeden Tag neuen Herausforderungen. Obwohl die Zahl der Strafanzeigen rückläufig ist, steigen die Kellereinbrüche und Raubüberfälle. Um weiterhin und flächendeckend Sicherheit zu bieten, wurde beim neuen Sicherheitspaket unter anderem beschlossen, den Personalstand der Polizei aufzustocken. Bis 2020 sollen 200 neue Polizisten ausgebildet werden. Damit könnten Abgänge kompensiert und die Zahl der Polizisten im Land um 60 bis 80 gesteigert werden. Die Polizeigrundausbildung findet im Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive in Feldkirch-Gisingen statt.

Nachwuchs gesucht
Die Landespolizeidirektion Vorarlberg ist laufend auf der Suche nach jungen, engagierten Nachwuchskräften. Heuer werden insgesamt 75 Polizisten in Vorarlberg aufgenommen. Der nächste Kurs, für den noch Anmeldungen angenommen werden, findet im September statt. Vor einigen Jahren wurde das maximale Alter von 30 Jahren abgeschafft. „Die Hürden bleiben dieselben“, stellt Polizeischulleiter Thomas Hopfner klar. Beim Aufnahmeverfahren werden körperliche und geistige Eignung getestet. „Der schriftliche Aufnahmetest dauert zirka vier Stunden und setzt sich aus einem Diktat, Grammatiktest, Intelligenztest und einem Persönlichkeitsfragebogen zusammen“, so Hopfner weiter. Nach einem Aufnahmegespräch geht es zur ärztlichen Untersuchung, bei dem unter anderem der BMI (Body-Maß-Index zwischen 18 und 28) überprüft wird. Tätowierungen sind zulässig, wenn sie bei aufrechter Körperhaltung und angelegten Armen von der Sommeruniforum (kurzes Hemd und lange Hose) verdeckt werden. Der Sporttest setzt sich aus einem medizinischen Bewegungskoordinationstest (als Parcours), Liegestützen als Kraft-Ausdauer-Test, 3000-Meter-Lauftest, 100-Meter-Schwimmtest (Freistil) und einer Rettungssimulation zusammen. „Es wird empfohlen, sich auf den sportmotorischen Leistungstest entsprechend vorzubereiten“, erklärt der Schulleiter. In der Volkshochschule Götzis werden Deutsch-Vorbereitungskurse abgehalten.

Intensive Ausbildung
In einem Lehrgang werden rund 20 bis 25 Personen eingeschult. Derzeit sind acht Lehrgänge aktiv. „Wir sind daran interessiert, Menschen aus verschiedenen Schichten aufzunehmen.“ So werden nicht nur Schulabgänger, sondern auch Personen mit Lehrausbildungen begrüßt. Hopfner sieht es als großen Vorteil, auch Menschen mit Migrationshintergrund auszubilden: „So kann die Bevölkerung auch zusammenwachsen!“ Die Ausbildung dauert 24 Monate und besteht aus Lehrgegenständen wie Persönlichkeitsbildung, Rechtsmaterie, Handlungs- und Einzeltraining, Kriminalistik, Bürokommunikation, Methodenunterricht und dem Berufspraktikum. Ferien gibt es hier nicht.
In Summe sind es 2736 Stunden, die in zwei Jahren gesammelt werden (zum Vergleich: beim Bachelor sind es rund 1700 Stunden). Da jedes Bundesland seine eigene Polizeischule hat, schätzt der Schulleiter den Vorteil der kleinen Klassen in Vorarlberg. „Es wird zwar viel abverlangt, aber man kann mit den Schülern viel persönlicher die Ziele durchgehen und sie fördern.“ Seine „Schützlinge“ seien großteils von Kriminalistik, Sport-Einsatztraining oder Vernehmungen begeistert. In Koblach nennt die Landespolizei einen separaten Schießstand ihr Eigen. Dort wird auch das taktisch-technische Schießen geübt. „Wir sind froh über jede Bewerbung. So können wir den besten Polizeinachwuchs in Vorarlberg sichern“, sagt Hopfner abschließend.

 

Umfrage. Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Felix Fink, 19 Jahre:
Durch meinen Onkel habe ich einige Eindrücke sammeln dürfen. Ich sehe diesen Beruf als sehr anspruchsvolle Aufgabe an. Es ist ein krisensicherer Job und man pflegt einen tollen Umgang mit den Mitmenschen.

Riccarda Romanin, 23 Jahre:
Gerade die Kriminalistik hat es mir angetan. Blut- und Insektenspuren nachzugehen und unter die Lupe zu nehmen, finde ich interessant. Außerdem hat man Respekt vor der Arbeit und die Bevölkerung Respekt vor deinen Aufgaben.

Fabian Nussbaum, 19 Jahre:
Für mich geht hier ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich bin während meiner BORG-Zeit an einem Info-Stand in der Fachhochschule auf diese Ausbildung aufmerksam geworden. Der Sportunterricht macht durch seine Intensivität Spaß.

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