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Schuften neben 15.000 Volt

Staub liegt in der Luft. Und zwar nicht wenig. Maschinen dröhnen ohrenbetäubend. Alle fünfzehn Minuten heult ein Warnsignal durch die Röhre. Ein Zug braust vorbei. Und zwar derart nahe, dass man nach dem Zugfenster greifen könnte.

Aber davon nimmt so gut wie niemand Notiz. Geeichte Stollenarbeiter bringen solche Nervenkitzel längst nicht mehr aus Ruhe. Die Arbeiten, wenige Meter neben einer 15.000 Volt führenden Oberleitung, nehmen ihren gewohnten Gang. Mit Präzision treibt ein 75köpfiges Team im Dreischichtbetrieb Tunnels in den Fels. Bis 2009 sollen acht Stollen zwischen der Bahn- und Straßeröhre in Fels gebohrt sein. Im parallel dazu verlaufenden Straßentunnel bohren Arbeiter den Kollegen entgegen.

90 Züge am Tag

Dass bei laufendem Bahnbetrieb vor allem die Sicherheit der Stollenarbeiter eine gewichtige Rolle spielt, versteht sich von selbst. Fünfzehn Mann sind dafür abgestellt. Immerhin brausen tagtäglich 90 Züge mit 60 km/h nur wenige Zentimeter an der Baustelle vorbei. Noch bis Sonntagabend, 22 Uhr, herrscht diesbezüglich Ruhe im Tunnel. Dann wird eine neuntägige Sperre der 120 Jahre alten Röhre aufgehoben. Die Sperre musste aufgrund der Anschläge für die rund vier Meter Höhe messenden Fluchttunnels verhängt werden. Auch 2006 werde es wegen der Arbeiten über 16 Tage hinweg zu einer Vollsperre kommen, erklärt Karl Hartleitner als Projektleiter der Bahn.

175 Millionen Euro

Im Ernstfall, sprich, bei Unfällen oder Bränden in einem der langen Tunnels, könnten sich Menschen in Sicherheit bringen und Einsatzkräfte sogar mit Kleinbussen wie jene vom Roten Kreuz zwischen den Röhren fahren. Das Ganze nennt sich denn auch „Sicherheitstechnische Nachrüstung.“ Darin ist auch der Neubau des Schienstranges, der Beleuchtung, das Einziehen einer Löschwasserleitung sowie die Befahrbarkeit des gesamten Schienenkörpers samt zwölf Meter tiefen Wendennischen für Einsatzfahrzeuge enthalten. In Summe macht die Bahn dafür die Summe von 175 Millionen Euro locker. Die Unternehmen Rhomberg-Bahntechnik, Beton- und Monierbau, Porr und Heitkamprail sind im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit der Nachrüstung beschäftigt.

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