Schülerin setzt Zeichen gegen Fracking

Rebecca Kaufmann bei der Übergabe der Unterschriften an Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer.
Rebecca Kaufmann bei der Übergabe der Unterschriften an Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer. ©Landtag/mb
Bregenz, Gaißau - „Ich wohne in unmittelbarer Nähe eines Naturschutzgebietes und mir ist die Natur sehr wichtig", sagt die 17-jährige Gaißauerin Rebecca Kaufmann.

Wie wichtig, stellte sie mit einer eigenen Initiative unter Beweis und übergab Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer 130 Unterschriften gegen Fracking.

„Das Beispiel von Rebecca Kaufmann zeigt, wie sehr jungen Menschen der Schutz unserer Umwelt am Herzen liegt und wie engagiert sie sich dabei einbringen. Die Initiative von Rebecca Kaufmann ist ein erfreuliches Beispiel, wie Jugendliche unsere Aktion gegen diese risikoreiche Technologie der Schiefergasgewinnung unterstützen”, freut sich Landtagspräsidentin Gabriele Nußbaumer.

Für die Natur eintreten

Die junge Schülerin, die durch verschiedenste Medienberichte auf die Aktion des Vorarlberger Landtags aufmerksam wurde, wollte ein Zeichen setzen und startete im familiären Umfeld und an ihrer Schule, der Fachschule für wirtschaftliche Berufe in Dornbirn, eine Unterschriftenaktion. „Nachdem ich erklärte, worum es dabei geht, waren alle sofort dabei und sprachen sich mit mir gemeinsam mit ihrer Unterschrift gegen Fracking aus.” Kaufmann ist die Erhaltung der Natur nicht nur wichtig, sie ist auch bereit, dafür einzutreten: Es war für mich eine Selbstverständlichkeit, den Landtag hier in seinem Bemühungen zu unterstützen und damit für die Erhaltung der Natur einzutreten.”

Mehr als 17.500 Bürger sagen Nein

Auch eine von VOL.AT und VN initiierte Petition “Nein zu Fracking am See” wird von mehr und mehr Menschen unterstützt. Mehr als 17.500 Unter­schrif­ten sprechen eine deutliche Sprache. Und die Forderungen der Petitionsunterstützer sind eindeutig: Sie wollen ein Verbot von Fracking am See und fordern den besonderen Schutz für den Bodensee sowie die Nutzung erneuerbarer Energien.

Ohnmacht macht wütend

Dabei hat Vorarlberg rechtlich kaum eine Handhabe. In Baden-Württemberg suchen britische Experten zwei weitere Jahre lang nach Schiefergasvorkommen. Gegenwärtig gäbe es keine rechtliche Möglichkeit, sie an der Ausbeutung der vermuteten Schätze zu hindern. Auch, wenn durch die Methode des Fracking weiterhin Gift ins Erdreich gepresst wird. Diese Ohnmacht macht viele Menschen wütend. Denn wie bei der Atomkraft machen die Auswirkungen vor nationalen Grenzen nicht halt.

Eindringlicher Appell an die Politik

Deshalb richtet der Vorarlberger Landtag einen dringlichen Appell an die Europäische Union, die österreichische und deutsche Bundesregierung sowie die Kantone und Länder des Bodenseeeinzugsgebietes, sich unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten gegen Fracking im Bodenseeraum einzusetzen. Eine eigene Unterstützungsaktion des Landtags kann von der Bevölkerung noch bis 14. Februar online unterschrieben werden. (red/hapf/VN)

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