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Schrottautos: Bruder klagt Schwester

Die Beklagten bestreiten den Vorwurf. Sie hätten die Autos aus der Garage ins Freie gebracht und dabei keines der Fahrzeuge beschädigt.
Die Beklagten bestreiten den Vorwurf. Sie hätten die Autos aus der Garage ins Freie gebracht und dabei keines der Fahrzeuge beschädigt. ©Symbolbild/Bilderbox
Bruder fordert 20.500 Euro für beschädigte Pkw. BH ließ die Fahrzeuge verschrotten.

Seine Schwester und sein Neffe würden ihm das Leben zur Hölle machen, behauptete der Kläger vor Gericht. Schwester und Neffe sind hingegen der Meinung, dass er ihnen das Leben zur Hölle mache.

Der Mann aus dem Bezirk Bludenz hat die beiden Familienmitglieder auf Schadenersatz geklagt. Er behauptet in dem anhängigen Zivilprozess am Landesgericht Feldkirch, sie hätten sieben seiner Autos mutwillig beschädigt. Dafür fordert der Kläger von ihnen 20.500 Euro Schadenersatz.

Die Beklagten bestreiten den Vorwurf. Sie hätten die Autos aus der Garage ins Freie gebracht und dabei keines der Fahrzeuge beschädigt. Nach einer erfolgreichen Räumungsklage gegen ihren Bruder habe sie das tun dürfen, sagt die beklagte Schwester. Ihr gehört das betreffende Grundstück, auf dem sich das Elternhaus befindet. Es sei dort eine sogenannte Räumungsexekution durchgeführt worden, merkte ihr Anwalt Johannes Michaeler an.

Der Kläger im Zivilprozess hatte Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen seine Schwester und seinen Neffen aber eingestellt. Nun könnte auch der Zivilprozess ein Ende gefunden haben. Zivilrichter Norbert Stütler hat die Streitparteien dazu gebracht, dass sie einem sogenannten einfachen Ruhen zugestimmt haben. Was bedeutet, dass das Zivilverfahren nur dann fortgesetzt wird, wenn eine Prozesspartei das innerhalb einer bestimmten Frist doch noch fordert.

Empörter Kläger

Im Verhandlungssaal hatte der Richter gesagt, er mache folgenden Vorschlag: „aufstehen und heimgehen“. Denn die Erfolgsaussichten für den Kläger seien gering. Schließlich seien die Autos inzwischen im Auftrag der Bezirks­hauptmannschaft Bludenz verschrottet worden. Die BH habe die im Freien abgestellten Fahrzeuge als Abfall im Sinne des Abfallwirtschaftsgesetzes eingestuft.

Mit dem behördlich angeordneten Verschrotten sei Beweismaterial vernichtet worden, empörte sich der Kläger. Sein Anwalt sagte, die Autos hätten deshalb nur noch Schrottwert gehabt, weil sie zuvor von den Beklagten beschädigt worden seien. So seien Lenkradsperren aufgebrochen und Scheiben zerschlagen worden.

Der Anwalt des Klägers möchte namentlich nicht genannt werden. Ihm sei das Verfahren peinlich. Als Verfahrenshelfer muss er aber das tun, was der Kläger wünscht, erklärte der Anwalt während der Verhandlung.

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