Schritte gegen Langzeitferien

Schwarzach – Nach den Ferien ist vor den Ferien. Im Herbst soll es jedoch nicht zu viele freie Tage geben.
Ferienkalender

Der Nationalfeiertag am 26. Oktober fällt heuer auf einen Mittwoch, Allerheiligen am 1. November auf einen Dienstag. Zwei schulautonome Tage am Montag und Dienstag vor dem Feiertag oder am 3. und 4. November – und schon gäbe es Herbstferien im Ausmaß von zwölf Tagen. „Nix da“, kommt allerdings von den heimischen Schulbehörden die klare Botschaft. Sowohl die Schulabteilung des Landes (zuständig für die Pflichtschulen) als auch der Landesschulrat (verantwortlich für alle höheren Schulen) geben eine eindeutige Empfehlung ab.

Die Herbstferien dürfen nicht länger als eine Woche dauern, an genannten Tagen soll unterrichtet werden. In der entsprechenden Verordnung der Landesregierung vom 15. Jänner dieses Jahres liest sich das so: „Für die allgemein bildenden Pflichtschulen wurden der 27. 10., der 28. 10. und der 31. 10. schulfrei erklärt; die Herbstferien dauern somit von Mittwoch, 26. 10., bis einschließlich Mittwoch, 2. 11.“ Wichtiger Zusatz im amtlichen Schreiben: „Im Einvernehmen mit dem Kollegium des Landeschulrats für Vorarlberg, dem Elternverband und dem Zentralausschuss der Personalvertretung empfehlen wir aus pädagogischen Gründen, die unmittelbar vor bzw. nach den Herbstferien liegenden zwei Schultage (24. und 25. Oktober bzw. 3. und 4. November) nicht schul­autonom frei zu erklären.“ Für alle höheren Schulen gab der Landesschulrat eine gleichlautende Empfehlung ab.

Kein Zwang

„Die Verordnung basiert auf die Zustimmung von Elternverband und Lehrerpersonalvertretung“, macht Dr. Andreas Meusburger, Vorstand der Schulabteilung, klar. Zufrieden damit ist auch Schullandesrat Siegi Stemer. „Zwölf Tage Herbstferien sind zu lang; deswegen die Empfehlung. Aber ein gesetzlicher Zwang ist das nicht. Wir stellen ja nicht die Schulautonomie in Frage.“ Was tun mit Eltern, die an den Schuldirektionen zwecks Unterrichtsfreistellung ihrer Kinder für die Fenstertage vor und nach den fixierten Ferien Wünsche anmelden? „Ein kategorisches Nein gibt es bei uns nicht“, sagt Thomas Mittelberger, Direktor am Gymnasium Gallusstraße in Bregenz. „Allerdings muss ein derartiges Ansuchen gut begründet sein. So einfach telefonisch lässt sich das mit mir nicht regeln.“

Frühe Info

Noch strenger ist Gudrun Brunner, Direktorin an der Mittelschule in Höchst. „Die Eltern wurden über den Termin der Herbstferien frühzeitig informiert. Ich möchte, dass man sich daran hält. An den Tagen vor und nach den Herbstferien ist nun mal Unterricht. Bisher habe ich auch noch kein Ansuchen über eine Ferienverlängerung bekommen.“ Laut Brunner könnten Direk­toren per Gesetz ihren Schülern jährlich bis zu einer Woche zusätzlich freigeben.

 

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