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Schotten-Referendum: Connery für "Ja", David Bowie für "Nein"

Prominente engagieren sich in Unabhängigkeitsfrage.
Prominente engagieren sich in Unabhängigkeitsfrage. ©AP/EPA
Die Schlacht um die öffentliche Meinung wird mit der Stimme von Prominenten gewonnen. So dachte zumindest Schottlands Regierungschef Alex Salmond und gewann den legendären James-Bond-Darsteller und stolzen Schotten Sean Connery für die Kampagne vor dem Referendum über die Unabhängigkeit seiner Heimat. Doch Schottlands große Söhne und Töchter sind bei der Frage ob "Ja" oder "Nein" gespalten.
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Anders als die meisten seiner Landsleute ist Bond-Mime Connery seit Jahrzehnten für seine Unterstützung des schottischen Nationalismus bekannt. In den 1990er Jahren wurde ihm deswegen sogar der Titel “Sir” wiederholt verweigert, den er schlussendlich im Jahr 2000 erhielt. Jahrelang spendete Connery Geld an die Scottish National Party (SNP), darum erscheint das Engagement des 83-Jährigen für die Unabhängigkeit in den vergangenen Jahren logisch. Die Gelegenheit zur Unabhängigkeit sei für Schottland “zu gut, um sie zu verpassen”, ließ der pensionierte Schauspieler zuletzt wissen. Er tritt immer wieder für die “Ja”-Kampagne auf.

Harry Potter-Autorin für “Better Together”

Für weit mehr Aufsehen als der Einsatz des betagten Ex-Bonds sorgte hingegen zuletzt die Autorin der millionenfach verkauften Harry-Potter-Kinderbücher, Joanne K. Rowling. Die 48-Jährige, die im Norden Englands geboren wurde, aber seit über 20 Jahren in Edinburgh lebt, spendete im Juni eine Million Pfund (1,24 Mio. Euro) für den Wahlkampf der pro-britischen Kampagne “Better Together”. Vernünftige Fragen würden “mit dem Vorwurf der Panikmache abgewürgt”, sagte sie an die Adresse der schottischen Nationalisten.

Ferguson: Mehr Rechte für Auslands-Schotten

Immer neue Stimmen werden von den Medien für oder gegen die Unabhängigkeit ins Felde geführt. Der frühere Manchester-United-Trainer Alex Ferguson beklagte etwa, im Ausland lebende Schotten wie er bekämen keine Stimme. Er spende darum demonstrativ Geld für die “Nein”-Kampagne. “Wir leben nicht in einem fremden Land, sondern nur in einem anderen Teil des Vereinigten Königreiches”, bekräftigte Ferguson.

Regierung in London “gut für Comedy”

Auch der kanadische Schauspieler Mike Myers, bekannt aus den Austin-Powers-Agentenparodie-Filmen und als Stimme des Zeichentrick-Helden “Shrek” und Sohn schottischer Eltern, sagte einem Radiosender: “Ich hoffe, sie bleiben Teil von Großbritannien.” Der in seiner Heimat beliebte Komödiant Kevin Bridges erklärte hingegen, er werde für die Unabhängigkeit stimmen. Die Regierung in London sei bestenfalls “gut für Comedy”.

Bowie: “Schottland, bleib bei uns!”

Zuletzt mischten sich auch prominente Nicht-Schotten ein. Wie das zwischen Edinburgh, Glasgow und Inverness gesehen wird, ist nicht ganz klar. Popstar David Bowie ließ bei der Verleihung des “Brit-Awards” im Februar von Supermodel Kate Moss, die den Preis für ihn entgegennahm, ausrichten: “Schottland, bleib bei uns!”

(APA)

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