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Schostakowitsch und Kian als Magneten

Kian Soltani, der junge Meistercellist aus Vorarlberg.
Kian Soltani, der junge Meistercellist aus Vorarlberg. ©Veranstalter
Die Frühjahrskonzerte des Orchesters Liechtenstein-Werdenberg fanden am Muttertag in Eschen und Buchs statt.

Eschen. (sch)  Das neben dem SOL zweite namhafte Sinfonieorchester Liechtensteins, das Orchester Liechtenstein-Werdenberg (OLW), präsentierte am Muttertag zweimal das schon traditionelle Frühjahrskonzert unter der Leitung seines aus Götzis stammenden Dirigenten Stefan Susana (seit 2008). Die Matinee fand im Gemeindesaal von Eschen statt. Auf dem Programm standen ein Werk des fruchtbaren liechtensteinischen Komponisten und Pianisten Jürg Hanselmann (geb. 1960), das Cello-Konzert Nr.1 in Es-Dur, op. 107, von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) und die Sinfonie Nr. 3 in a-Moll, die „Schottische“, von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847). Solist war der junge aus Vorarlberg stammende Meistercellist Kian Soltani (geb. 1992 in Bregenz), der mit seinem fulminanten Können  am Anfang einer Weltkarriere steht. Das OLW feiert 2012 sein 35-jähriges Bestehen.

Höhepunkt mit Kian Soltani

Die Matinee begann mit einer Komposition von Jürg Hanselmann, dem „Hymnus für großes Orchester“ (2008 uraufgeführt). Ein breiter, zuerst ruhiger Melodiefluss schwillt allmählich zu feierlichem Glanz an.  Kian Soltani, der junge Musiker, der schon viele Preise gewonnen hat und international konzertiert, obwohl er noch weiter in Basel studiert, besitzt vor allem in der Region eine große Fangemeinde. Sie jubelte ihm auch bei der Sonntagsmatinee begeistert zu. Das erste Cello-Konzert von Schostakowitsch, dem russischen Meister zwischen Stalinismus und künstlerischem Freiheitsdrang, ist ein aufwühlendes Opus voller Schwierigkeiten für den Solisten wie auch durch seine rhythmischen Eskapaden für das mitgestaltende Orchester. Kian Soltani spielte wie gewohnt mit technischer Bravour und in die Musik versunkener Konzentration. Vor allem die ausladenden Solo-Stellen des Cellos wurden vom Künstler mit makelloser Klangrede bewältigt. Susana und das OLW erhielten für die beeindruckende Interpretation ebenso großen Applaus. 

Leicht lädierte  „Schottische“

Nach der Pause warteten das gut disponierte OLW mit Stefan Susana noch mit der populären „schottischen“ Sinfonie von Mendelssohn-Bartholdy auf. Sehr schön gelang der erste ernste Satz mit dem romantischen Oboenthema, dann wartete man gespannt auf das fröhliche, leichtfüßige Scherzo des zweiten Satzes – doch dieser wurde bei der Aufführung eliminiert (wohl zu wenige Proben ?). Schade und sehr ungewöhnlich im Konzertbetrieb! Mit Innigkeit wurde dann das friedvolle, mitunter an einen Trauermarsch erinnernde Adagio zelebriert. Und das Finale war spannungsreich – Susana ließ den anfangs quirligen Beginn schließlich in dem mächtig aufrauschenden Allegro maestoso assai gipfeln und damit die Matinee ausklingen.

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