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Schonfrist für deutsche Raser

Eigentlich sollte die automatische Verkehrskontrollanlage auf der S 16 im Sommer in Betrieb gehen. Doch nun dauert es ein ganzes Jahr länger. Grund: Die ASFINAG rüstet alle Anlagen so um, dass die Fahrer von vorn erfasst werden.

Damit reagiert man nun auf die Kritik, die Anlagen ohne Fronterfassung seien sinnlos, da ein Großteil der Raser den Behörden durch die Lappen gingen.

Neue Kameras
Weil in Vorarlberg bisher nur von hinten geblitzt wird, halten Radarfotos vor deutschen Behörden nicht stand. Temposünder sind nicht persönlich zu erkennen und können abstreiten, selbst gefahren zu sein. “Wir brauchen schon einige Zeit, um die Anlagen technisch umzurüsten und mit neuen Kameras auszustatten, die Fahrer müssen ja auch erkennbar sein”, begründet ASFINAG-Sprecher Harald Dirnbacher die Verzögerung. Außerdem müssten erst einmal die gesetzlichen Rahmenbedingungen geändert werden, deshalb habe man nun eine Arbeitsgruppe von ASFINAG, Innenministerium und Verkehrsminsiterium gebildet.

“Besser eine Anlage im Jahr 2006 mit Frontfoto als bereits in diesem Jahr und die meisten Raser entwischen”, so Verkehrslandesrat Manfred Rein auf “VN”-Anfrage. Rein appelliert jedoch an die ASFINAG, so schnell wie möglich die technischen Voraussetzungen für die Frontalerfassung zu schaffen.

Gut bewährt
90 Prozent der Radarkunden auf der S 16 sind Ausländer, ein Großteil davon Deutsche. “Wir haben zwar ein Strafabkommen mit Deutschland, aber ein Drittel der Deutschen zahlt nicht”, kritisiert Rein. Laut ASFINAG haben sich die bisherigen Anlagen gut bewährt, die Zahl der Unfälle sei auf den Strecken zurückgegangen.

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