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Schönbrunn: Bezirk für niedrigeres Hochhaus

Das geplante 120-Meter-Hochhaus auf den Komet-Gründen in Wien-Meidling nahe dem Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn wird wohl in dieser Form nicht kommen.

Der Bauausschuss des Bezirkes wird am Donnerstagnachmittag ein Positionspapier zu diesem Projekt beschließen, in dem laut „Radio Wien“ zahlreiche Änderungswünsche enthalten sind. Das könnte entscheidend sein. Im Büro von Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) hieß es nämlich gegenüber der APA: „Dem Bezirk kommt bei einem möglichen Widmungsverfahren eine sehr große Rolle zu.“

Unter anderem hat der Bezirk beim Verfahren, das erst nach dem derzeitigen Baustopp bis 2007 stattfinden kann, auch ein Vetorecht. Zwar sei er nicht der alleinige Entscheidungsträger, dennoch werde auf die Wünsche der Vertretung Rücksicht genommen, so das Büro Schicker.

Das Positionspapier, dass die Bezirks-Bauausschuss Am Donnerstag beschließen wird, sei bereits im Vorfeld mit allen Fraktionen abgestimmt worden, versicherte Bezirksvorsteherin Gabriele Votava (S) der APA. Die darin enthaltene Kernforderung: Die Kubatur des Baus soll geringer ausfallen als von der Betreiber Firma HPD-Holding ursprünglich geplant. Die angedachten 120 Meter „kommen auf jeden Fall nicht“, so Votava zuversichtlich.

Außerdem fordere das Positionspapier ein Umweltverträglichkeitsgutachten und kulturelle und soziale Einrichtungen in der Anlage. Weiters solle ein Beirat aus Planern, der Stadt, den Anrainern und den Kaufleuten der naheliegenden Einkaufsstraßen einberufen werden, verlangte die Bezirksvorsteherin.

Über das Bürohaus neben der U-Bahn-Station Meidling und an der Grenze zur Weltkulturerbe-Pufferzone von Schloss Schönbrunn hatte es seit Bekanntwerden der Planungen Diskussionen gegeben. So bezeichnete Michael Petzet als Chef des internationalen Denkmalrates Icomos im vergangenen Dezember die Pläne als „grauenvoll“.

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