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Schnelle Flitzer bei der Rund Um

Bregenz - 350 Boote starten am Freitag um 19.30 Uhr vor Lindau zur 65. Auflage der Segelregatta.
Ticker zur Rund Um
Die Athleten verfolgen

Die Rund Um ist nicht nur eine der größten Binnenseeregatten, sie entwickelt sich auch zu Lande zu einem riesigen Seglerfest. Bereits am Donnerstag ginge die sportlichen Bewerbe los, bevor sich dann am Freitagabend das große Feld in die Abendsonne hineinbewegt, um hoffentlich noch nachts über Romanshorn Überlingen zu erreichen, damit das Zeitlimit für den Zieleinlauf am Samstag, 21 Uhr, in Lindau zu erfüllen ist. Für die nicht so schnellen Schiffe ist bereits das Eichhorn bei Konstanz die Wendemarke.

Für die sechs gemeldeten schnellen Katamarane ist das Zeitlimit freilich kein Thema. Sie kämpfen mit allen technischen Finessen darum, den aus dem Jahr 2008 bestehenden Zeitrekord von 4:41:37 Stunden zu brechen. Wenn man den aktuellen Wetterprognosen allerdings Glauben schenkt, soll es am Abend über 30 Grad heiß sein, was mit hoher Wahrscheinlichkeit Flaute bedeutet. Vor wenigen Jahren stand das Starterfeld bei ähnlichen Bedingungen bis nach 22 Uhr an der Linie.

Favoriten sind die Katamarane

Aus heimischer Sicht liegen die Hoffnungen auf den Gewinn des Großen Blauen Bandes auf Fritz Trippolt. Bei seinen Bemühungen, dem Katamaran mit sogenannten Foils – das sind gebogene Schwerter, die den Zweirümpfer ab acht Knoten Wind aus dem Wasser heben – Flügel zu verleihen, hatte er mit weitgehend noch nicht erprobter Technik zu kämpfen. „Ich investierte 1000 Stunden Arbeit in die Entwicklung, leider klappt alles noch nicht ganz“, beschreibt er die Herausforderungen. Trotz statischer Berechnungen erwiesen sich die Carbonteile letztlich doch als unterdimensioniert und hielten den unwahrscheinlichen Belastungen nicht stand. Trippolt startet also wieder mit den herkömmlichen Schwertern, die bei Leichtwind ohnehin für schnellere Fahrt sorgen.

Veit Hemmeter, der im Vorjahr einen baugleichen Katamaran mit höherem Mast und mehr Segelfläche ausstattete, kehrt heuer zum Normalrigg zurück. „Der Mast war zu weich, bog sich daher zu sehr nach hinten, was das Großsegel im oberen Bereich öffnete. Die Folge war, wir waren langsamer statt schneller“, erinnert er sich noch etwas frustriert. So modifizieren die Siegaspiranten weiter ständig ihr Gerät. Lothar Geisser, Albert Schiess, Ralph Schatz, Helge Sach sind ebenbürtige Gegner auf ähnlichen Katamaranen. Auch die drei Liberas haben durchaus noch Chancen.

Wieder werden auf ausgesuchten Schiffen Tracker montiert, mit deren Hilfe ihre Position und ihr Kurs zu verfolgen sind. Für die Zuschauer im Zelt beim veranstaltenden Lindauer Segler-Club kommentiert Experte Werner Hemmeter das spannende Geschehen. Partys und Feuerwerk sorgen für Abwechslung, bis je nach Wind ab 0.30 Uhr mit dem Einlaufen des Siegerschiffs gerechnet werden kann.

 

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