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Schneechaos: Feuerwehren mussten 530 Mal ausrücken

LH Wallner: „Lage beginnt sich zu entspannen“
LH Wallner: „Lage beginnt sich zu entspannen“ ©VOL.AT/Steurer
Nach Abklingen der intensiven Schneefälle entschärft sich die Lage. Allerdings erhöht sich die Gefahr von Dachlawinen.
Schneeräumung in Vorarlberg
Umgestürzte Bäume und Schneeräumung
Schneeräumung in Lochau
Schneechaos: Stau auf der A14
Vorarlberg versinkt im Schnee
Schneechaos am Riedbergpass

Nach den heftigen Schneefällen der letzten Tage haben sich Landeshauptmann Markus Wallner und Sicherheitslandesrat Christian Gantner am Montagmittag zu einer weiteren Lagebesprechung mit den seit Tagen im Einsatz stehenden Sicherheits-, Hilfs- und Rettungskräften von Bundesheer, Feuerwehr, Bergrettung und Polizei sowie Mitarbeitenden der Abteilung Straßenbau und der Landeswarnzentrale getroffen.

„Die kritische Situation entspannt sich zusehends. Allerdings ist erhöhte Vorsicht weiterhin angebracht“, sagte Wallner nach dem Treffen.

Bundesheer in Bereitschaft

Nach Abklingen der intensiven Schneefälle entschärft sich die Lage zusehends. Der Lawineneinsatzzug des Bundesheeres ist auf Rufbereitschaft rückgestellt worden, berichtete Vorarlbergs Militärkommandant Gunther Hessel bei der Lagebesprechung. Aus „Sicherheitsgründen“ wird der Bundesheer-Hubschrauber vorerst in der Walgaukaserne stationiert bleiben, kündigte der Kommandant an.

(c) Bernd Hofmeister

530 Feuerwehreinsätze

Aufgrund der intensiven Schneefälle hatten Vorarlbergs Feuerwehren in den letzten Tagen alle Hände voll zu tun. Von Donnerstag, als die starken Schneefälle eingesetzt haben, bis Montag, wurden von den heimischen Wehren in Summe rund 530 Einsätze abgewickelt. Insgesamt standen 5.856 Männer und Frauen im Einsatz und leisteten gemeinsam über 8.000 Einsatzstunden.

(c) VOL.AT/Steurer

Von den Mitgliedern der Bergrettung wurde im Zuge von Erkundungsflügen zur Unterstützung der örtlichen Lawinenkommissionen wertvolle Arbeit verrichtet.

Verkehrschaos auf der A14 und S16

Die von den Schneemassen ausgelösten Verkehrsbehinderungen forderten den Vorarlberger Polizeikräften großes Engagement ab. Besonders zu schaffen machte die Verkehrssituation am Donnerstag und Freitag auf der Rheintal-/Walgau-Autobahn A14 sowie auf der Arlberg-Schnellstraße S16.

Gefahr von Dachlawinen steigt

Auf Grund des Temperaturanstiegs wird die Schneedecke in tieferen und mittleren Lagen durchfeuchtet und damit zunehmend schwerer, informierte Andreas Pecl vom Lawinenwarndienst: „Damit steigt der Schneedruck auf Dächern und auch die Gefahr von Dachlawinen erhöht sich mit der Erwärmung“.

Äußerste Vorsicht sei auch bei Spaziergängen im Wald geboten, denn die Schneelast führt immer wieder zu umstürzenden Bäumen und abbrechenden Ästen. In mittleren Lagen steigt die Gefahr von Gleitschneelawinen auf steilen Grashängen und Böschungen. In höheren Lage, d.h. über der Waldgrenze, bleibt die Lawinensituation weiter angespannt. Wind verschärft durch umfangreiche Verfrachtungen die Lage zusätzlich. Bereits bei geringer Zusatzbelastung ist Triebschnee äußerst störanfällig und kann zu Lawinenauslösungen führen. Für Dienstag rechnet Pecl mit einer weiteren Beruhigung der Lage, wobei im Hochgebirge die Gefährdung stellenweise bei der Warnstufe 4 bleiben wird.

Straßen großteils wieder befahrbar

Bis auf kleinräumige Sperrungen sind alle Straßen in Vorarlberg wieder befahrbar, wie die Abteilung Straßenbau informierte. Auf dem Straßenweg wären zwischenzeitlich wieder alle Gemeinden erreichbar. Problematisch bleibe der Schneebruch, wenn Bäume oder Äste unter der Schneelast nachgeben und auf Verkehrswege stürzen.

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(red)

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