Schnee und Straßenglätte in Ostösterreich - Zahlreiche Unfälle

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Regen, Schneefall, Glatteis - die Verkehrsbedingungen in Ostösterreich konnten am Mittwoch nicht ungünstiger sein. Dementsprechend chaotisch ging es auf den Straßen zu. 

Von Niederösterreich bis Kärnten sorgten widrige Fahrbahnverhältnisse immer wieder für Verzögerungen und Unfälle. Die Straßendienste standen im Dauereinsatz, allein in Wien waren 1.400 Einsatzkräfte auf den Beinen.

Ab 6.30 Uhr stand in der Bundeshauptstadt der gesamte Winterdienst inklusive der privaten Schneeräum-Unternehmen im Einsatz. 1.400 Personen kämpften mit 380 Geräten darum, das 2.800 Kilometer lange Straßennetz der Bundeshauptstadt von der weißen Pracht zu befreien. Angesichts des Schneefalls hatten jedoch auch die Wiener Linien leichte Probleme. So mussten die Bus-Linien 35A und 38A vorübergehend ihren Betrieb einstellen, und gegen 10.00 Uhr kollidierte am Stubenring ein Lkw mit einer Straßenbahn, wobei nur Blechschaden entstanden sein dürfte.

Regen und Schneefall haben am Mittwoch auch in Niederösterreich zu Verkehrsbehinderungen geführt. Betroffen waren neben der West- (A1) und Südautobahn (A2) auch Bundesstraßen. Immer wieder mussten Fahrspuren aufgrund von Kollisionen vorübergehend gesperrt werden, berichtete der ÖAMTC. Zu Verkehrsunfällen kam es auf der A1 bei Pressbaum und bei Auhof, ebenso krachte es unter anderem auf der Manker Bundesstraße (B29) bei Obergrafendorf (Bezirk St. Pölten) und der Mariazeller Straße (B20) bei St. Georgen. Rund 1.200 Angestellte des NÖ Straßendienstes standen im Einsatz, mit ebenso vielen Räum- und Streufahrzeugen wurde das rund 13.700 Kilometer lange Landesstraßennetz im Bundesland betreut.

Im Burgenland waren seit den Nachtstunden die rund 70 Fahrzeuge des Straßendienstes im Einsatz. In den nördlichen Bezirken sorgte in der Früh Eisregen für Straßenglätte. Die Feuerwehren mussten vereinzelt zu Berge-Einsätzen ausrücken, hieß es vom Landesfeuerwehrkommando. In Kaisersteinbruch (Bezirk Neusiedl am See) musste ein Klein-Lkw geborgen werden. Im Eisenstädter Ortsteil Kleinhöflein kam eine Frau mit ihrem Pkw von der Straße ab und landete im Graben. Auf der B50 bei Piringsdorf (Bezirk Oberpullendorf) wurde laut Exekutive eine Frau bei einem Unfall verletzt. Die Feuerwehr war nach einem Auffahrunfall, an dem zwei Autos beteiligt waren, im Einsatz. Ein weiterer Pkw stieß mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen.

Teilweise starker Schneefall im Süden und Westen sorgte in der Steiermark für tief winterliche Fahrverhältnisse. Sogar in Graz blieb die weiße Pracht wenige Zentimeter hoch liegen. Größere Behinderungen gab es dennoch keine. Die Autobahnmeistereien der Asfinag waren mit insgesamt 34 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz. Die neuen Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) im Großraum Graz warnten die Lenker zusätzlich vor Glatteis. Teilweise wurde das Tempo auf 60 km/h beschränkt. Trotzdem kam es immer wieder zu kleineren Auffahrunfällen, Pkw gerieten reihenweise ins Schleudern. Das sei laut Polizei auch darauf zurückzuführen, dass noch immer zahlreiche Busse und Autos mit Sommerreifen unterwegs seien.

Der neuerliche Wintereinbruch in Kärnten hat Mittwoch früh innerhalb kürzester Zeit drei Verkehrsunfälle ausgelöst. Die schneeglatten Fahrbahnen forderten mehrere Verletzte, laut Polizeiangaben es entstand auch erheblicher Sachschaden. Zwei 19-jährige sowie eine 23-jährige Lenkerin verloren die Kontrolle über ihre Pkw, gerieten von der Fahrbahn und wurden verletzt. Eine 14-jährige Beifahrerin musste ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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