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Schmutz-Wasser: 1,6 Millionen tote Kinder

Im vergangenen Jahr sind nach Expertenschätzungen 1,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Infektionen durch verseuchtes Wasser oder mangelnde Hygiene gestorben.

Angesichts dieser alarmierenden Zahl mahnen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie das UN-Kinderhilfswerk UNICEF stärkere Anstrengungen zur Verbesserung der Hygiene an, wie in den Millenniumszielen der Vereinten Nationen beschlossen. Eine am Dienstag in Genf veröffentlichte Studie verweist darauf, dass die Hygienestandards vor allem in den rasant wachsenden Städten der Entwicklungsländer kaum Schritt halten können.

Mehr als 1,1 Milliarden Menschen leiden der Untersuchung zufolge nach wie vor unter schmutzigem Wasser und mangelnder Hygiene. 2,6 Milliarden hätten noch nicht einmal Zugang zu einer hygienischen Grundversorgung. Mangelnde Hygiene fördere unter anderem den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera, Typhus und Durchfall. Besonders Kinder seien gefährdet, erklärten UN-Vertreter in Genf.

Um weltweit die Wasserversorgung und die Hygiene bis 2015 entscheidend zu verbessern, wie es die Millenniumsziele vorsehen, müsse die Politik weit größere Anstrengungen unternehmen als bisher. Wie bei den meisten anderen Gesundheitsproblemen auch sind die Schwierigkeiten in den Regionen Schwarzafrikas sowie in Ost- und Südasien am größten. Etwa 80 Prozent aller Menschen ohne Zugang zu sicherem Wasser leben in diesen Gegenden.

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