Schüleraustausch: Ohne Fremdsprache läuft nichts

Bregenz - Ohne Fremdsprachen geht heutzutage fast gar nichts mehr. Diese Einsicht war auch jenen etwa 60 Jugendlichen der Handelsakademie Bregenz beschieden, die im Rahmen eines EU-Projektes in den Genuss eines Schüleraustausches kamen.

„Und sie haben erlebt, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es außerhalb der eigenen Landesgrenzen gibt“, resümiert Prof. Hildegard Schüssling.

Fragenkatalog

Bei Schüleraustauschprogrammen zeigt sich die EU finanziell großzügig. Wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. „Es ist ein Projektthema gefordert und Kreativität sowie viele Mobilitäten müssen gegeben sein“, erklärt die Koordinatorin die Vorgaben. In den letzten drei Jahren ging es ums Wohlfühlen in der Schule. Dazu erarbeiteten alle Länder gemeinsam einen Fragebogen zu den Bereichen Gesundheit und Stress. Außerdem nahm jedes Land die eigenen brennendsten Themen unter die Lupe „Auf diese Weise konnten alle von einander lernen.“ Der Umgang der Schüler unter einander, die Vorbereitungen einer Privatschule in Polen auf die offizielle staatliche Matura, von den Schülern gestaltete Musikfestivals in Frankreich, die Öffnung einer spanischen Schule in Richtung Europa durch mehr Englischstunden, innenarchitektonische Veränderungen in der Klasse und Notentransparenz in der HAK Bregenz: Jeder trug sein Scherflein zum besseren Verständnis bei.

Mehr Toleranz

Parallel dazu lief der Schüleraustausch. „Meist kamen die Schüler zuerst zu uns. Später reisten dann unsere Jugendlichen zu ihren Gästen ins Ausland“, so Schüssling. Dabei wurde den jungen Leuten ein Aspekt besonders bewusst: „Ohne Fremdsprachen wären wir aufgeschmissen.“ Die Freundschaften mit Jugendlichen aus anderen Ländern und Kulturen erhöhen aber auch die Toleranz des eigenen Nachwuchses. „Und die sie begleitenden Lehrpersonen haben ebenfalls neue Facetten von Europa erlebt“, merkt Schüssling an. Das neue Projekt handelt von Interkulturellem. Immerhin gibt es an der HAK 18 verschiedene Nationalitäten. Geplant ist ein Theaterstück, mit dem die freiwillig teilnehmenden Schüler dann in elf Länder reisen wollen. Beantragt wurde die Teilnahme. Ob es klappt, wird im August entschieden. Jetzt sind erst einmal Ferien.

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