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Schlechte Ergebnisse im vergangenen Winter

Die beiden Salzburger Ski-Produzenten Atomic und Blizzard haben auch in diesem Winter schlechte Ergebnisse eingefahren. Vor allem die Tatsache, dass sich immer mehr Wintersportler die Skier nur leihen und nicht kaufen, macht den Erzeugern zu schaffen.

Dennoch wird in beiden Fabriken derzeit auf Hochtouren produziert, bei Blizzard nicht zuletzt deswegen, weil auch Nordica-Ski erzeugt werden.

“Im vergangenen Winter hatten wir ein Minus von 30 Prozent, und heuer haben wir nur einen ganz kleinen Teil wieder aufgeholt”, bilanzierte Atomic-Geschäftsführer Michael Schineis im APA-Gespräch. Die genauen Zahlen für das erste Quartal 2008 liegen allerdings noch nicht vor. Sorgen bereiten vor allem die Alpin-Ski, weil sich hier der Trend zum Leih-Ski verstärkt, was die Produzenten naturgemäß schmerzhaft trifft.

In den Skigebieten selbst sei der Verkauf zufrieden stellend verlaufen, in den großen Städten blieb man allerdings unter den Erwartungen, so Schineis. Einbußen habe es auch bei den Langlaufskiern gegeben, weil in Skandinavien wenig Schnee lag. In dieser Sparte könne sich aber mit einem guten Winter wieder alles normalisieren. Zufrieden zeigte sich der Atomic-Boss mit dem Skischuh-Verkauf. “Auch die Menschen, die sich Skier leihen, reisen mit den eigenen Schuhen an. Zum einem wollen sie die ideale Passform, andererseits aus hygienischen Gründen. Außerdem gibt es beim Schuh keine Transportprobleme.” Stabil zeigte sich in diesem Winter für Atomic auch der Snowboard-Markt.

Trotz der ungünstigen Entwicklung im Alpinbereich wird es am Standort Altenmarkt im Salzburger Pongau keine personellen Auswirkungen geben. Allerdings musste Atomic schon vor einem Jahr etwa 80 Arbeitsplätze abbauen, was etwa einem Zehntel aller Stellen bedeutete. Derzeit werde schon auf vollen Touren für den nächsten Winter produziert. Wie es im zweiten Halbjahr aussieht, könne man aber noch nicht sagen, so Schineis. Ab 2009 werden dann auch Salomon-Ski in Altenmarkt produziert, weil das Werk in Frankreich geschlossen wird, auch Teile aus Rumänien könnten nach Salzburg verlagert werden.

“Der Markt ist 2007 um rund 30 Prozent eingebrochen, auch Blizzard hat es in dieser Größenordnung getroffen”, resümierte Helmut Exenberger, Geschäftsführer des Mittersiller Ski-Herstellers. Bis Weihnachten hätten die Händler und vor allem die großen Ketten kaum bestellt sondern die – wegen des schneearmen Winters 2006/07 noch vollen – Lagerbestände abverkauft, ab Jänner seien dann Bestellungen im üblichen Ausmaß eingelangt, “vielleicht sogar etwas besser”.

Auch im Pinzgau wird derzeit voll produziert. “Im Gegensatz zu anderen Ski-Erzeugern wird es bei uns keine Kurzarbeit geben. Im Gegenteil, wir stocken sogar auf”, so Exenberger. Konkret wird für den Zeitraum bis Oktober 2008 der Mitarbeiterstand von 200 auf 220 erhöht. Dies ist zum Teil auf die Produktion der zum Konzern gehörenden Nordica-Ski zurückzuführen, zum anderen aber auch auf die Erzeugung der eigenen Marke, bei der Blizzard auf eine höhere Wertigkeit setzen will.

Aus den nicht direkten Märkten seien für kommenden Winter bereits 75 Prozent der Bestellungen eingelangt, so Exenberger, aus Deutschland und Österreich würden die Order aber heuer noch nachhinken. Dies hänge vermutlich noch mit dem schlechten Vorwinter zusammen. Auch Exenberger bemerkt den schmerzhaften Trend zum Leih-Ski.

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