Schlaganfall

Gesunde Lebensweise und körperliche Bewegung reduzieren das Schlaganfallrisiko.
Gesunde Lebensweise und körperliche Bewegung reduzieren das Schlaganfallrisiko. ©Imagesource
Am 10. Mai ist der internationale Tag gegen den Schlaganfall. Die Neurologische Reha der aks gesundheit nimmt diesen Tag zum Anlass, um über Möglichkeiten der Schlaganfallvorsorge und Therapie nach einem Schlaganfall zu informieren.

Jährlich erleiden ungefähr 24.000 Österreicherinnen und Österreicher einen Schlaganfall, das bedeutet ein Schlaganfall ca. alle 20 Minuten. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Österreich. Ein Schlaganfall trifft die betroffene Person wie aus heiterem Himmel. Die Ursachen entstehen jedoch nicht von heute auf morgen.

Wenn einem der “Schlag trifft“
Bei einem Schlaganfall ist die Blutversorgung und damit die Sauerstoffversorgung im Gehirn gestört. Dadurch kommt es zu einem plötzlichen Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns. Ursache kann eine plötzliche Verstopfung einer Gehirnarterie (Hirninfarkt) oder der Austritt von Blut ins Hirngewebe (Hirnblutung) sein.

Warnsignale erkennen und rasch handeln
Eine möglichst schnelle ärztliche Versorgung im Krankenhaus ist bei Verdacht auf Schlaganfall essentiell. Durch spezielle Medikamente ist es in vielen Fällen möglich, das Gehirn vor einem dauerhaften Schaden zu bewahren oder bleibende Schäden zu minimieren. Rufen sie sofort die Rettung, sollten Sie bei sich oder ihrem Angehörigen plötzlich Symptome wie Sehstörungen, Sprach- und Sprechstörungen, Lähmungen, Taubheitsgefühl, Schwindel, Gangunsicherheit, starken Kopfschmerz, Schluckstörungen oder Orientierungsstörungen bemerken.

Risikofaktoren
Es gibt bestimmte Risikofaktoren für einen Schlaganfall, wie das zunehmende Alter, genetische Veranlagung, Bluthochdruck, Blutgerinnungsstörung, Herzfehler, Diabetes mellitus und Störungen des Fettstoffwechsels. Durch Ablagerungen an den Innenseiten der Blutgefäße wird die elastische Gefäßwand zunehmend starr, durch die Zunahme dieser verengen sich die Blutgefäße. Es können Blutgerinnsel entstehen, welche sich losreißen und Hirnarterien verschließen können.  Durch einen gesunden Lebensstil können Sie selbst eine Menge tun, um das Schlaganfall-Risiko möglichst gering zu halten.

Wie und wann erfolgt die Rehabilitation
Am Anfang der Behandlung steht die Akutrehabilitation. Idealerweise beginnen rehabilitative Maßnahmen schon im Krankenhaus. Werden Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall aus dem Krankenhaus oder nach der Reha entlassen, stoßen sie in den eigenen vier Wänden oft noch auf Schwierigkeiten. Hier setzt die Therapie der Neurologischen Reha der aks Gesundheit an.

Therapie – dort, wo das Leben stattfindet
Um auch nach einem Schlaganfall wieder am sozialen Leben teilhaben zu können, bietet die Neurologische Reha der aks gesundheit ein interdisziplinäres Angebot aus Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie und Sozialarbeit an. In der Therapie wird gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten an ihren ganz individuellen Zielen gearbeitet. Die Therapie findet zu einem großen Teil zu Hause statt.

Der Weg zur aks gesundheit
Die Angebote der aks gesundheit für Betroffene können über Zuweisung durch einen Arzt / eine Ärztin (Reha Schein) in Anspruch genommen werden. Pro Therapie-Einheit wird ein Selbstbehalt von 8 Euro verrechnet und maximal 80 Euro im Monat. Die Angehörigen-Angebote können ohne Zuweisung besucht werden.

Factbox – Schlaganfall Vorbeugungsmaßnahmen

 Ausreichend bewegen: Bei körperlicher Aktivität wird unser Körper mit mehr Sauerstoff versorgt. Die Gefäße bleiben elastisch, Blutdruck und Zuckerstoffwechsel werden positiv beeinflusst.

Gesund ernähren: Eine Gewichtsabnahme und niedrige Cholesterinwerte können das Risiko für Bluthochdruck und Arteriosklerose deutlich senken. Dadurch sinkt das Schlaganfallrisiko.

Kein Nikotin, kein Alkohol: Das Schlaganfall-Risiko sinkt um 25-50%.

Regelmäßig Blutdruck messen. Je höher der Blutdruck, umso höher ist das Risiko für einen Schlaganfall.

Verordnete Medikamente: Wer vom Arzt Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Blut-Gerinnungshemmer verschrieben bekommt, muss diese gewissenhaft einnehmen.

Blutzuckerspiegel im Blick haben: Durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel werden die Wände der Arterien angegriffen.

 

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