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Schengen: Erster Grenzübergang offen

Rund zwölf Stunden vor der Erweiterung des Schengen-Raums haben der österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und sein slowakischer Kollege Robert Fico symbolisch einen ersten Grenzübergang geöffnet. Stimmen zur Schengen-Erweiterung: "Gut für die Wirtschaft" | Bilder der feierlichen Grenzöffnung  | Innenminister Platter bei Feierlichkeiten in Ungarn 
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„Ich stosse darauf an, dass diese Grenze nie wieder geschlossen wird“, sagte der slowakische Präsident Ivan Gasparovic, der ebenfalls an der Zeremonie am Donnerstag teilnahm. Der Grenzübergang Petrzalka war mit einer Europafahne geschmückt, auf der die Worte „Weihnachten ohne Grenze“ standen.

Im Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA hatte Gusenbauer zuvor gesagt, Europa werde durch die Erweiterung des Schengen-Raums sicherer. Für Österreich entstehe ein „Sicherheitspuffer“ zur EU-Aussengrenze, die sich durch die Erweiterung mehrere hundert Kilometer nach Osten verschiebt.

Um Mitternacht fallen die Grenzkontrollen zu den osteuropäischen Ländern weg. Österreich öffnet seine Grenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien. Die Österreicher befürchten dadurch mehr Kriminalität. Einer Umfrage des Fernsehsenders ORF zufolge sind drei Viertel aller Österreicher gegen die Grenzöffnung.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso würdigte den Wegfall der Grenzkontrollen hingegen als historisches Ereignis. Dies sei „der Höhepunkt eines Prozesses, der vor nahezu zwanzig Jahren mit dem Fall der Berliner Mauer in Gang gesetzt wurde“, sagte Barroso der „Schweriner Volkszeitung“ vom Donnerstag.

Der praktische Nutzen werde beträchtlich sein. Es werde an den Grenzen keine Verzögerungen mehr durch Staus geben. Unternehmer würden von geringeren Kosten profitieren, und Besucher Europas könnten die „vielfältigen Kulturen leichter kennenlernen“.

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