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Scheinehen „wie am Fließband“ vermittelt

&copy APA Symbolfoto
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„Wie am Fließband“ soll eine Bande in Wien laut Polizei Scheinehen zwischen österreichischen Staatsbürgerinnen und Ausländern aus Nicht-EU-Staaten vermittelt haben - 40 Ehen und Schadenssumme zumindest 525.000 Euro.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung und einer Hausdurchsuchung nahm die Exekutive den 40-jährigen Zoran K. und dessen Lebensgefährtin als mutmaßliche Haupttäter fest. Insgesamt soll die Gruppe aus 15 Verdächtigen bestanden haben. Die Schadenssumme verläuft sich auf mindestens 525.000 Euro.

1.500 bis 15.000 Euro Honorar

K. und seine Lebensgefährtin, die laut Polizei aus dem Spielermilieu stammen, dürften Anfang 2004 gemeinsam mit Bekannten damit begonnen haben, Scheinehen zwischen Österreicherinnen und Ausländern zu vermitteln. Als Honorar verlangten sie laut Ernst Alfons vom Fremdenbüro 1.500 bis 15.000 Euro.

“Leute wie am Fließband” hingebracht

Seine „Hauptquartiere“ hatte K., der in Österreich eigentlich bereits Aufenthaltsverbot hat und nur wegen neu beantragtem Asyl weiter in Wien bleiben kann, in mehreren Kaffeehäusern. „Eines war gleich bei einem Standesamt. Da haben sie die Leute wie am Fließband hingebracht“, sagte Alfons. „Werbung“ machte die Bande via Mundpropaganda.

Hinweise aus der Bevölkerung

Auf den regen Vermittlungsverkehr wurden mehrere Personen aufmerksam, die sich an die Polizei wandten. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Dokumente von 35 bereits vollzogenen oder noch zu vermittelnden Eheschließungen gefunden. Die Nicht-EU-Bürger gelangten durch die Heirat zu einem Aufenthaltstitel, die Frauen bekamen von der Bande „höhere Summen“ ausbezahlt.

Den betroffenen Frauen drohen keine Konsequenzen. Das Eingehen einer Scheinehe wird erst ab 1.1.2006 strafbar sein. „Wir hoffen daher, dass sie sich bei uns melden. Es geht uns darum, dass wir die Köpfe fassen können“, sagte Alfons. Weitere Hinweise werden an die Nummer (01) 313-10/34-190 erbeten.

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