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Schattenfuge - der gewollte Zwischenraum

Die Hohenemser Stadtschreiberin und Visionärin
Die Hohenemser Stadtschreiberin und Visionärin ©Pezold
Hohenems. Ein einziger Raum, eine einzige Nacht, ein Mann und eine Frau. Am Freitagabend stellte Gabriele Bösch ihr neues Buch vor und brachte es fertig, ihre Zuhörerschaft über eine Stunde lang zu fesseln.
Gabi Bösch erzählte ihre neueste Buchgeschichte und faszinierte ihre Zuhörer.

„Schattenfuge“ heißt das Werk und es war einiges an Phantasie nötig, um der Handlung in jeder Phase folgen zu können. Die Bücherei in Hohenems war ein weiteres Mal Bühne für eine Autorin, die mit dem Herzen denkt.

 

Am Anfang steht immer eine Frage

Gabriele Bösch, die in Koblach geboren ist und mit ihrer Familie in Hohenems wohnt, ist keine „Null Acht Fufzehn“ Schreiberin, sie beschäftigt sich ernsthaft, bevor sie anfängt zu schreiben. Recherche, Beobachtungsgabe und das Talent, seine Gedanken in die richtigen Worte zu fassen und ihnen Faszination einzuhauchen, das sind wichtige Kriterien der Schreibarbeit. „Mein erstes Buch entstand, nachdem ich mir die Frage gestellt hatte, wie ein Kind mit einem alkoholkranken Vater wohl zurecht kommt“, erzählt die Autorin.

Wer keine Entscheidungen trifft, hat keine Gegenwart

„Einen Moment lang wusste sie mehr über ihn, als er je über sich selbst wissen würde. Er war gekommen, damit sie ihm beim Malen sein Gesicht zurückgeben konnte, das er vor langer Zeit verloren hatte.“ Im Buch treffen zwei Charaktere zusammen, die verschiedener und gleichzeitig identischer nicht sein könnten. Ein Mann, der sein Porträt malen lassen will und der „ihr“ Atelier betritt und damit in Kauf nimmt, sein Innerstes nach außen kehren zu müssen. Mit viel Poesie, mit geheimnisvollen Andeutungen, mit einem Hauch von Wehmut, empfand der Zuhörer die Ausschnitte aus dem Buch, das begann in einem Raum, in einer Nacht, mit einem Mann und einer Frau.

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