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Scharfe Reaktionen auf Merkels Begegnung mit einem Flüchtlingskind

Selten hat ein Dialog der deutschen Regierungschefin Angela Merkel mit Bürgern so viel Aufsehen erregt wie nun ein Gespräch mit Schülern in Rostock im ostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Unter dem Oberbegriff #merkelstreichelt reagierten am Donnerstag zahlreiche Bürger auf Twitter mit heftiger Kritik auf Merkels Verhalten gegenüber einem Flüchtlingsmädchen palästinensischer Abstammung.

Die Sechstklässlerin Reem hatte während einer von der deutschen Regierung initiierten Dialogveranstaltung am Mittwoch über die Belastungen während des Asylverfahrens berichtet. Jüngst sei die Familie kurz vor der Abschiebung gestanden und nun nur eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung, erzählte das Mädchen.

Merkel brachte Kind zum Weinen

Die Kanzlerin, die als die mächtigste Frau der Welt gilt, machte deutlich, dass sie für das Mädchen nicht mehr tun kann. Merkel sprach über die Anstrengungen ihrer Regierung, das Flüchtlingsproblem in den Griff zu bekommen. “Das ist manchmal auch hart – Politik”, sagt Merkel. Sie machte deutlich, dass Deutschland nicht alle Menschen aufnehmen könne, die sich hier ein besseres Leben erhofften. Daraufhin brach das Kind in Tränen aus. Merkel versuchte, das Mädchen zu trösten.

Deutschland könne nicht allen Flüchtlingen helfen

“Du bist ein unheimlich sympathischer Mensch”, sagt Merkel. Aber Reem wisse halt auch, dass in den palästinensischen Lagern im Libanon noch Abertausende Flüchtlinge sitzen. Deutschland könne es nicht schaffen, allen Flüchtlingen im Nahen Osten oder denen in Afrika zuzurufen: “Ihr könnt alle kommen.”

Im Internet hielten Nutzer mit ihrer Kritik nicht hinterm Berg. “Das Mitgefühl von Angela Merkel passt auf eine Diskette”, witzelte etwa ein österreichischer Facebook-Kommentar. (APA)

 

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