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Sanft mobil in die Zukunft

In der modernen Mobilitätsplanung gelten das Fahrrad und der öffentliche Verkehr als Traumpaar. Lustenau baut dieses Angebot weiter aus.

Die Lustenauer Bevölkerung liegt an Österreichs „Fahrrad-Spitze“: 22 % der Alltagswege werden in Lustenau mit dem Rad
zurückgelegt. Bis 2030 sollen 30 % der Verkehrsteilnehmer ihre Wege mit dem Rad absolvieren. Unterstützt und erleichtert wird das mit optimierten Radverbindungen und Fußwegen, komfortablen Fahrradabstellanlagen und dem Ausbau von Radrouten in die Nachbargemeinden. Zudem wird der öffentliche Verkehr weiter stark entwickelt, um das Traumpaar Fahrrad-Öffis als zukunftsfähige Mobilitätslösung noch attraktiver zu machen.

Attraktive Radwegbrücke

Um gute Ziele zu erreichen, gehen die Lustenauer sogar über Grenzen. Konkret planen die Vertreter der Marktgemeinde Lustenau und die Kollegen der Schweizer Nachbargemeinde Au zusammen ein Leuchtturmprojekt der sanften Mobilität: Eine neue Fahrrad- und Fußgängerbrücke, welche beim früheren Zollamt Oberfahr (Reichsstraße) den Rhein von Lustenau nach Au überspannen soll. Bislang fehlen nämlich
sichere und schnelle Rad- und Fußverbindungen über den Grenzfluss. Die neue Brücke soll Pendlerinnen und Pendler zum Umsteigen motivieren und den Freizeitfahrradverkehr fördern. Ziel ist es auch hier, den grenzüberschreitenden Radverkehrsanteil von derzeit 17 auf 30 Prozent im Jahr 2030 zu steigern und die Aufenthaltsqualität am Rhein zu erhöhen. Bereits im Juni 2021 soll das Siegerprojekt dann mit dem grenzüberschreitenden Agglomerationsprogramm eingereicht werden, 2024 der Bau starten. Bürger-meister Kurt Fischer und der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin setzen sich gemeinsam für das Projekt, das auf maßgebliche Mitfinanzierungen durch Bund und Land hoffen darf, ein.

Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof

4,5 Millionen Euro hat Lustenau in das 30-Millionen-Projekt Bahnhof investiert. Die Modernisierung des Bahnhofs war ein Quantensprung, die Fahrgastzahlen sind nach dem Umbau schlagartig um 40 Prozent gestiegen. Der Bahnhof spielt über die Gemeinde hinaus eine wichtige Rolle als Mobilitätsdrehscheibe. Lustenau, Hard und die Rheindelta-Gemeinden haben zusammen mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Diese kommen mit dem Zug im Halbstundentakt und in der Rekordzeit von 11 Minuten nach Bregenz und – wenn die wichtige Angebotslücke Ende 2021 geschlossen ist – in ca. 17 Minuten nach Dornbirn. Übrigens: Das Bahnhofsgebäude mit Bäckerei, Warteraum und Toilette hat die Gemeinde finanziert, da die ÖBB für diese Bahnhofsgröße diese Infrastruktur nicht vorsehen. Auch an den Kosten für die Umgebungsgestaltung, den Geh- und Radweg und die Radparkplätze hat sich die Gemeinde beteiligt. Die großzügige Bike & Ride-Anlage umfasst 416 Fahrradparkplätze.

Bus, Bahn und Radwege

Lustenau mobil ist ein langjähriges Programm, das Straßen, Wege und Plätze für alle Menschen sicherer und lebenswerter macht. Aktuell wird an einer attraktiven Fahrradverbindung vom Bahnhof bis zum Wiesenrain gearbeitet, der erste Abschnitt im Grütt wird im nächsten Frühsommer fertig. Noch heuer wird der Weg vom Bahnhof bis zum ASZ Königswiesen entlang des Neuners befestigt. Lustenaus dritte Begegnungszone vor der Mittelschule Kirchdorf wird nächstes Jahr gebaut werden. Auch die Fahrradverbindung vom Zentrum über die Raiffeisenstraße ins Hasenfeld und eine Radroute über den Birkenseeweg nach Dornbirn sind wichtige Projekte. Die radfreundliche Marktgemeinde, in der heuer das aufsehenerregende Radfestival FESTIVELO über die Bühne ging, bietet für das sichere und entspannte Radeln auch zahlreiche Förderungen für Lastenräder, Anhänger etc.

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