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Sanatorium Mehrerau: Zukunft gesichert

Das Sanatorium Mehrerau hat wieder eine gesicherte Zukunft. In den abschließenden Verhandlungsrunden konnte eine einvernehmliche Einigung erzielt werden.

Das vor 80 Jahren als chirurgisches Einrichtung gegründete Sanatorium Mehrerau wurde zuletzt zur finanziell nicht mehr verkraftbaren Belastung für das Bregenzer Zisterzienser-Kloster Mehrerau (www.mehrerau.at) als Träger. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Modelle diskutiert, nunmehr scheint das traditionsreiche Haus mit denkmalgeschützter Fassade von Clemens Holzmeister in seinem Bestand als Beleg-Krankenhaus und Nachsorge-Einrichtung für das Landeskrankenhaus Bregenz gesichert.

Darüber informierten Abt Kassian Lauterer, Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V), Gesundheitsreferent Landesrat Hans-Peter Bischof (V) und Chefärztin Hedwig Birnbaum am späten Freitagnachmittag in einem kurzfristig anberaumten Pressegespräch im Landhaus Bregenz. Das Kloster bleibt Träger, die Verantwortung für das Sanatorium wird jedoch in die Krankenhaus-Betriebsgesellschaft des Landes integriert. Das Land (60 Prozent) und die Gemeinden des Bezirkes Bregenz (40 Prozent) tragen den ab 2005 mit jährlich 1,3 Mio. Euro limitierten Abgang. Vorgesehen sind 20 Nachsorge-Betten und 20, maximal 30 Betten für Beleg-Ärzte. Der Operationssaal wird als „Eingriffsraum“ für kleinere Operationen oder endoskopische Untersuchungen genützt.

LR Bischof: „Das Sanatorium Mehrerau ist in dieser Form ein wichtiger Baustein in der hoch entwickelten Gesundheitslandschaft Vorarlbergs und mit der abgestuften Akutbehandlung ein österreichweit einmaliges Modell – speziell für ältere oder multimorbide Patienten“. Mit maximal 50 Betten ändere sich am Ist-Stand kaum etwas, auch das Leistungsangebot bleibe praktisch unverändert, gleichzeitig würden aber die zuletzt unkontrolliert ausufernden Kosten gesenkt, betonte der Landesrat.

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