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Salzburger Festspiele als krisenfester Wirtschaftsfaktor

Die Salzburger Festspiele bleiben von der Krise zwar nicht verschont, erweisen sich aber als stabil bei Konjunkturschwankungen.
Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise seien die besonderen konjunktur- und strukturpolitischen Auswirkungen der Festspiele umso wichtiger für die heimische Wirtschaft, so die Wirtschaftskammer (WK) am Donnerstag. Die gesamtwirtschaftlichen Effekte betragen rund 227 Mio. Euro, so Bernd Gaubinger, Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik der WK in einer Aussendung. Vier Fünftel davon (rund 180 Mio. Euro) fließen in die Wirtschaft des Landes Salzburg.

Ausgehend von den 2008 von Gaubinger ermittelten Daten führten alleine die Ausgaben der auswärtigen Festspielbesucher in den Betrieben des Tourismus, Handels oder Verkehrs zu einem Umsatzvolumen von rund 94 Mio. Euro. Davon entfallen auf die Hotellerie und Gastronomie rund 72 Mio. Euro, das sind etwa drei Viertel der Gesamtausgaben der auswärtigen Besucher. Nach Herausrechnen der Umsatzsteuer resultiert daraus ein direkter Gesamtumsatzeffekt von rund 84 Mio. Euro, davon alleine ein Umsatznutzen von 65 Mio. Euro für die Hotellerie und Gastronomie. Bemerkenswert seien in diesem Zusammenhang die Umsatzsteuereinnahmen des Fiskus von etwa 10 Mio. Euro. Mit den Umsatz-, Beschäftigungs- und steuerlichen Effekten eines Großunternehmens bringen die Festspiele sowohl für die regionale Wirtschaft als auch für den Staat und den Steuerzahler einen erheblichen Nutzen, betonte Gaubinger.

Die von den Festspielen ausgehenden gesamtwirtschaftlichen Effekte umfassten zum einen direkte Wirkungen, das sind Ausgaben, die von den Festspielbesuchern während ihres Aufenthalts für Unterkunft, Verpflegung, Einkäufe oder Verkehrsmittel getätigt werden. Zum anderen fielen darunter auch die Ausgaben der Festspiele selbst, etwa für die aus dem Festspielfonds finanzierten Aufwendungen für Personal, sowie die Beschaffung von Waren und Leistungen, die zu einem Großteil der Salzburger Wirtschaft zugutekommen.

Das Festspielpublikum ist seit langem durch einen hohen Stammgästeanteil geprägt. Knapp drei Viertel (72 Prozent) der auswärtigen Besucher seien Stammgäste. 60 Prozent haben die Festspiele bisher zehnmal oder öfter besucht. Für die regionale Tourismuswirtschaft bedeutend sei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Festspielgäste mit 7,1 Tagen. Dieser Wert liegt weit über dem Gesamtdurchschnitt für den Salzburger Fremdenverkehr (4,3 Tage) oder jenem des Städtetourismus (1,8 Tage).

Die wirtschaftliche Bedeutung der Festspiele werde auch durch das hohe Ausgabenniveau ihrer Besucher deutlich, das weit über dem Durchschnitt der Sommerurlauber liege. Fasst man die Aufwendungen für Unterkunft, Verpflegung und sonstige Ausgaben zusammen, haben die auswärtigen Festspielbesucher im Vorjahr bereits 297 Euro pro Tag ausgegeben, davon rund 227 Euro für Unterkunft und Verpflegung, den Rest für sonstige Ausgaben, erläuterte Gaubinger.

Auch die Abschätzung der Beschäftigungswirkungen der Festspiele ergibt ein für die regionale Wirtschaft beachtliches Ergebnis. Aus dem von den auswärtigen Festspielbesuchern ausgelösten Umsatzvolumen lässt sich für Salzburg ein Beschäftigungseffekt von rund 1.300 Arbeitsplätzen errechnen, überwiegend im Tourismus und im Handel. Österreichweit lösen die Salzburger Festspiele gesamtwirtschaftlich einen Beschäftigungseffekt von rund 3.000 Ganzjahresarbeitsplätzen aus, davon 2.500 in der Salzburger Wirtschaft. Dazu kommen noch die rund 200 Mitarbeitern der Festspiele sowie saisonal beschäftigte Künstler, Statisten sowie technisches und administratives Personal.

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