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Salzburg kann gegen Wr. Neustadt Titel fixieren

Spieler können sich mit Meistertitel trösten
Spieler können sich mit Meistertitel trösten
Red Bull Salzburg will am Sonntag (ab 16.30 Uhr) im Heimspiel der 28. Runde gegen Wiener Neustadt mit dem zwölften Fußball-Bundesliga-Sieg en suite den Meistertitel endgültig fixieren. Allerdings könnten die "Bullen" schon am Vorabend zum fünften Mal als Champion feststehen, sollte Verfolger Grödig in Ried nicht gewinnen. Es wäre der früheste Titel in der Drei-Punkte-Ära (seit 1995).


Den bisherigen Rekord hält der SK Sturm Graz, der in der Saison 1997/98 nach der 29. Runde als Meister festgestanden war. Salzburg kann diesen nun um eine Runde unterbieten und will sich dabei auch nicht durch das bittere Out im Europa-League-Achtelfinale gegen Basel aus der Erfolgsspur bringen lassen. “Jetzt gilt es, Charakter zu zeigen. Wir wollen am Sonntag die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen und dann noch den Cup gewinnen”, betonte Coach Roger Schmidt. “Wir werden am Sonntag Meister”, ist auch Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick überzeugt.

Schmidt ist bereits voller Vorfreude. “Es ist nicht alltäglich, nationaler Meister zu werden. Das ist mir noch nicht vergönnt gewesen, auch wenn ich in unteren Ligen zwei Mal den Titel geschafft habe. Es hat aber ein anderes Gewicht, das in der höchsten Liga zu schaffen. Ich werde mich sehr darüber freuen”, erklärte der 47-jährige Deutsche.

Alles andere als ein Sieg der Hausherren wäre eine Sensation, hat die Schmidt-Elf doch die letzten sechs Duelle mit den Niederösterreichern allesamt gewonnen (Torverhältnis 30:4!) und dabei jeweils mindestens drei Treffer erzielt. In dieser Saison kassierte der Tabellensiebente sogar zwei 1:5-Heim- und eine 1:8-Niederlage in der Red-Bull-Arena. Außerdem sind die Salzburger seit dem 0:2 am 12. August 2012 gegen Rapid in 30 Heimspielen (23 Siege, 7 Remis) ungeschlagen.

“Wir wollen noch ein paar Rekorde brechen, um die Latte für alle Mannschaften, die nach uns kommen, noch höher zu legen”, bekräftigte Schmidt, dass sein Team auch nach dem Europacup-Ausscheiden nicht locker lassen werde. “Wir spielen eine außergewöhnliche Saison und wollen uns da nicht aus der Bahn werfen lassen. Wir werden Vollgas geben wie immer”, stellte Offensivspieler Valentin Lazaro klar, der am Montag erst 18 Jahre alt wird und schon vor zwei Jahren als Ersatzspieler mit Salzburg Meister geworden ist.

“Wenn Salzburg einen normalen Tag erwischt, dann wird es sehr, sehr schwer”, weiß Wiener-Neustadt-Mittelfeld-Spieler Jürgen Säumel. “Gegen Salzburg kann man nur gewinnen. Es ist klasse, gegen so eine Mannschaft zu spielen”, meinte sein Trainer Heimo Pfeifenberger, dessen Mannschaft zuletzt im NÖ-Derby ein 0:3 bei der Admira kassierte.

Davor hatte Wiener Neustadt aber vier Spiele nicht verloren. Nach dem 1:1 bei der Wiener Austria folgten gegen Innsbruck (1:0/heim), Grödig (2:1/auswärts) und Sturm Graz (2:1/heim) drei Siege in Serie. “Wir haben in der Winterpause den Stil geändert und jetzt mehr Tempo drinnen, das haben alle super gelernt, auch die jüngeren Spieler”, erklärte Pfeifenberger, wie er es geschafft hat, den einstigen Abstiegskandidaten zu stabilisieren.

Der Rückstand auf den Fünften Ried beträgt deshalb vor dem letzten Saisonviertel nur drei Zähler. “Da brauchen wir Superleistungen, wenn wir den fünften Platz holen wollen, aber wir werden es probieren”, betonte Pfeifenberger, der Salzburg zuletzt beim 5:0-Heimsieg über den WAC im Stadion beobachtete.

“Das war super zum Zuschauen, obwohl sie nicht den besten Tag hatten. Aber egal, wer bei ihnen spielt, die haben so viel Qualität drinnen und diese riesige Spielfreude, die hören nie auf. Sie leben es uns vor, wie man Fußball zelebrieren kann. Sie spielen immer 90 Minuten Vollgas. Wenn sie 3:0 führen, wollen sie das 4:0 machen”, geriet der 47-jährige ÖFB-Ex-Internationale ins Schwärmen über den designierten Meister.

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