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S 16 im Visier der Autobahngendarmerie

Kälte, Hitze oder Dunkelheit – wer glaubt bei solchen Verhältnissen Gendarmen auf der Arlbergschnellstraße nicht vorzufinden, der irrt.

24 Stunden ist ein Trupp der 19 Gendarmeriebeamten zwischen Feldkirch Süd und St. Jakob i. T. präsent.

Immer wieder dreht Klaus Kühlechner die Lupe auf der Diagrammscheibe. Das Fahrtenblatt eines deutschen Fernfahrers ist das Objekt seiner Begierde. Hoch konzentriert studiert der Revierinspektor die Ruhe- und Lenkzeiten. Zur genaueren Kontrolle scannt er die Scheibe, begutachtet die Daten über Computer. Jener, der in der mobilen Kontrollstation – seit Jänner ist das modernst ausgestattete Fahrzeug in Bludenz im Einsatz – installiert ist. Der Fahrer der deutschen Speditionsfirma beobachtet angespannt die Handgriffe des Inspektors. „Warte im Auto.“ Sagt’s mürrisch und trabt zu seinem Lkw. Er ist ungeduldig. Er muss weiter nach Verona. Zeitgerecht abladen.


Chef zahlt die Strafe

„Bis Freitagmittag muss ich Zuhause sein. Wir erwarten ein Baby. Meine Frau hat einen Kontrolltermin beim Arzt.“ Die Überprüfung des Fahrtenblatts dauert. Das aktuelle, wie auch die der Vortage müssen analysiert werden. Ein kompliziertes Unterfangen. Nach einer halben Stunde liegt das Ergebnis vor: „Lenkzeitüberschreitungen und zu hohe Geschwindigkeit.“ Anzeige erfolgt. Jene, die Kühlechner an die Bezirkshauptmannschaft weiterleiten wird. Gelassen nimmt der Fernfahrer die Strafbotschaft auf: „Wird umgehend an meinen Chef weitergeleitet.“

Nicht so viel „Glück“ hat indes ein italienischer Fernfahrer, der von Gruppeninspektor Erich Maier angehalten wurde. Die gleichen Vergehen, jedoch mit einem Unterschied: da mit Italien kein bilaterales Abkommen besteht, muss er eine „Sicherheitsleistung“ – quasi eine Anzahlung auf die Strafe – berappen. So viel Geld hat er nicht dabei. Erst nach mehreren Interventionen seines Arbeitgebers legt ein ansässiges Partnerunternehmen die Summe vor. Acht Stunden Kälte und Zuwarten haben ein Ende. Er kann weiter.

Alle zu schnell unterwegs

An diesem Tag kontrollieren die Inspektoren Klaus Kühlechner und Erich Maier noch weitere 15 Lkw-Fahrer auf der S 16. „Alle waren zu schnell unterwegs“, lautet die ernüchternde Bilanz. Dem nicht genug: zehn von ihnen wurden wegen Übertretungen der Lenkzeiten angezeigt. „Einer musste eine längere Pause einlegen. Er war mit zu kurzen Unterbrechungen 20 Stunden 43 Minuten unterwegs“, erläutert Klaus Kühlechner.

„Zu hohe Geschwindigkeit“ das bekamen an diesem Tag auch Autofahrer auf der Arlbergschnellstraße zu hören. Zwei in nur sieben Minuten. „113 und 108 Kilometer pro Stunde“, zeigte das Display der „Radarpistole“, mit der Inspektor Oskar Schallert auf die Autos gezielt hatte. „Eine Strafanzeige für den Holländer und 36 Euro Geldbuße von einem deutschen Staatsbürger“, resümiert Schallert das Ergebnis weniger Minuten.

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