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Russland nimmt Radarsystem in Kaliningrad in Betrieb

Der russische Präsident Medvedev besuchte die neue Radar-Station in Kaliningrad.
Der russische Präsident Medvedev besuchte die neue Radar-Station in Kaliningrad. ©dapd
Als Antwort auf US-Pläne für ein umstrittenes Raketenabwehrsystem in Europa hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew im Gebiet Kaliningrad an der Ostsee eine neue Radaranlage in Betrieb genommen, die Starts von Flugkörpern aus Westeuropa registriert. Falls diese Reaktion auf den europäischen Abwehrschild nicht ernst genommen werde, werde es schärfere Gegenmaßnahmen geben, darunter die Stationierung von Angriffswaffen. Das sagte Medwedew am Dienstag - wenige Tage vor der russischen Parlamentswahl am Sonntag - nach Angaben der Agentur Interfax in der Exklave rund um das frühere Königsberg.

Das Radarsystem diene dazu, angemessen auf “Bedrohungen” durch den von den USA und der NATO geplanten Raketenschild “für unsere strategischen Atomstreitkräfte” zu reagieren, erklärte Medwedew laut russischen Nachrichtenagenturen. Medwedew forderte die NATO erneut zu einer gemeinsamen Raketenabwehr auf. Russland und die Allianz streiten seit Jahren um den geplanten Schutzschild. Das Bündnis bietet Moskau lediglich zwei separate, wenn auch eng verbundene Systeme an.

Kaliningrad fürchtet Isolation

Auf Skepsis stößt das neue Radar allerdings in Kaliningrad. Die Einwohner fürchten durch den Streit mit dem Westen Probleme bei Reisen ins EU-Ausland, wenn Moskau die Exklave wieder zu einem Militärposten macht. Kontakte zum Westen gehören in dem Gebiet zwischen den EU- und NATO-Mitgliedern Litauen und Polen längst zum Alltag. Die Einwohner hoffen auf baldige Visafreiheit für den kleinen Grenzverkehr.

Raketenabwehr war Projekt von US-Präsident Bush

Das im Jahr 2001 von dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush angestoßene Projekt zum Aufbau einer Raketenabwehr in Europa war in Russland auf Misstrauen und Widerstand gestoßen. Seitdem hat die US-Regierung die ursprünglichen Pläne aufgegeben, will aber weiter mit der NATO einen Abwehrschild errichten. Rumänien und Polen haben sich bereits bereiterklärt, Teile des Schilds auf ihrem Territorium zu errichten, die Türkei will zu diesem Zwecke ein Radarsystem errichten.

Medwedew drohte mit dem Aufbau “moderner Angriffssysteme”

Vergangene Woche hatte Medwedew gesagt, es könnten auch “moderne Angriffssysteme” im Süden und Westen des Landes als Reaktion auf den Raketenschild aufgestellt werden. Mit diesen könnten die in Europa errichteten Komponenten des Raketenschildes zerstört werden. Moskau hatte bereits im Juli 2007 mit der Aufstellung von Iskander-Raketen um das frühere Königsberg, einer zwischen Polen und Litauen gelegenen Exklave, gedroht.

(APA)

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