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Russische Angriffe auf 14 Orte im Donbass abgewehrt

Vor allem Bachmut ist umkämpft
Vor allem Bachmut ist umkämpft ©APA/AFP
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben russische Angriffe auf 14 Städte und Ortschaften in der Region Donbass im Osten des Landes abgewehrt. Vor allem die Stadt Bachmut bleibe umkämpft, teilt der Generalstab in einem Lagebericht mit. Am Vortag habe es vonseiten des russische Militärs sieben Raketenangriffe, 31 Luftangriffe und 73 Angriffe mit Mehrfachraketenwerfern gegeben. Bei einem Angriff Montag früh im Osten der Ukraine wurden zwei Menschen getötet.

Bei dem russischen Raketenangriff im Ort Schewtschenkowe in der Region Charkiw wurden nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform zwei Frauen getötet. Mehrere Menschen seien bei dem Angriff auf einen Markt verletzt worden.

Die Verletzten würden in Krankenhäusern behandelt, teilte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synehubow, mit. Der Sender Suspilne sendet Videos, in denen Rettungskräfte Trümmer beiseite räumen, ein großer Krater ist zu sehen.

Nach Angaben von Ukrinform gab es Angriffe an mehreren Orten an der Frontlinie in Donezk. Bei Angriffen auf 19 Ortschaften in der Region Saporischschja wurde zivile Infrastruktur beschädigt. Auch in der Region Sumy im Norden der Ukraine wurde zivile Infrastruktur beschädigt.

Pro-russische Separatisten nahmen eigenen Angaben zufolge indes das Dorf Bachmutske in der Nähe von Bachmut ein. Das Dorf sei "von den Streitkräften der Russischen Föderation befreit" worden, erklärten die Behörden der Separatisten am Montag auf Telegram. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig verifizieren. Das Dorf Bachmutske liegt nordöstlich von Bachmut und direkt vor der Stadt Soledar, um die ebenfalls heftig gekämpft wird.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einer Videobotschaft am Sonntag, das Gebiet zwischen den beiden Städten sei "einer der blutigsten Orte an der Front". Obwohl der größte Teil der Stadt durch russische Angriffe zerstört worden sei, gebe es kein Durchkommen für die russischen Truppen. "Bachmut hält trotz allem stand", so Selenskyj.

Die russischen Truppen konzentrieren derzeit ihre Angriffe auf den Osten der Ukraine. Seit Monaten versuchen sie und die russische Söldnergruppe Wagner die Kleinstadt Bachmut einzunehmen.

Unterdessen stellte sich der Sprecher der russischen Regierung, Dmitri Peskow, demonstrativ hinter das Verteidigungsministerium in Moskau. "Der Kreml hat absolutes Vertrauen", sagt Peskow. "Ich möchte an die Worte des Präsidenten (Wladimir Putin) erinnern, dass die wichtigste Quelle für Informationen das Verteidigungsministerium ist." Das Ministerium hatte erklärt, bei einem Vergeltungsschlag für einen ukrainischen Raketenangriff mit großen russischen Verlusten seien 600 Ukrainer getötet worden. Reuters-Recherchen widersprachen diesen Angaben. Auch russische Blogger äußerten Zweifel an der Darstellung des Ministeriums.

(APA/Reuters/AFP)

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