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Rund 40.000 Tiere auf dem Weg ins Tal

Rund 40.000 Tiere sind dieser Tage von den 558 Alpen Vorarlbergs auf dem Weg ins Tal. Der Alpabtrieb findet wegen der kühlen Witterung dieses Jahr teilweise eine Woche früher statt.

Dies berichtete Agrarlandesrat Erich Schwärzler (V). Der Alpabtrieb wird nach Auskunft von Franz Peter von der Agrarbezirksbehörde Bregenz bis Ende September abgeschlossen sein, der Großteil der Tiere sei bereits letzte Woche zurück gekehrt.

„Heuer sind zwischen 40 und 50 Tiere auf den Vorarlberger Alpen tödlich verunglückt. Endgültige Zahlen gibt es noch nicht“, sagte Peter auf APA-Anfrage. Der Ertrag des Alpsommers 2006 sei mit zu erwartenden 400.000 Kilogramm Käse „eher unterdurchschnittlich“ ausgefallen. Als Grund nannte Peter die Wetterextreme. Im Mai habe Schnee den Tieren auf höher gelegenen Alpen zugesetzt, es folgte eine Hitzeperiode im Juli und ein sehr nasser August, ebenfalls teilweise mit Schneefall.

Auf Vorarlbergs Alpen waren 2006 rund 1.000 Personen als Älpler zur Betreuung der rund 24.000 Rinder, 9.500 Milchkühe, 4.000 Schafe, 1.100 Schweine, 970 Pferde und 750 Ziegen im Einsatz. Beim Alpabtrieb schätzt Peter die Zahl der involvierten Personen auf über 3.000. Auf den Vorarlberger Alpen haben dieses Jahr auch rund 2.000 Tiere aus der Schweiz, 300 aus Liechtenstein und 200 aus Deutschland gesommert.

Der Almabtrieb und auch der „Schaftag“ haben auch im Inneren Salzkammergut Tradition. Bereits am 16. September 2006 fand in Gosau der Almabtrieb der mit handgefertigtem Schmuck versehenen Kühe statt. Die Senner und Sennerinnen begleiteten sie mit Musik ins Tal.

Auch die Schafe werden im Herbst von den Bauern wieder zusammengetrieben und wieder ins Tal gebracht. Am vergangenen Wochenende fand einer in Bad Goisern statt, am 30. September werden in Gosau die Zotteltiere von Iglmoosalm ins Tal getrieben. Dabei werden die am Ohr markierten Schafe an der Umzäunung „ausgerufen“. Jeder Besitzer holt sich dann sein Tier zurück. Almabtrieb und Schaftag sind auch für Urlauber ein Anziehungspunkt. Der Tourismusverband Inneres Salzkammergut bietet dafür Packages an.

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