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„Ruff Enough“ mit internationaler Hip-Hop Szene

Die „Undadogzz“ Thomas Geismayr und Tommy Galido (vl) vor dem Vismut.
Die „Undadogzz“ Thomas Geismayr und Tommy Galido (vl) vor dem Vismut. ©Edith Rhomberg
 OJAD und die Breakdance Crew „Undadogzz“ veranstalteten ein Festival der Superlative.
OJAD und „Undadogzz“
„Undadogzz“

 

Dornbirn. Die Hippies der Sechziger Jahre haben rein gar nichts zu tun mit der kulturellen Bewegung Hip-Hop, die sich in den Siebziger Jahren in den Ghettos von New York City entwickelte. Oder doch? „Einen gemeinsamen Nenner, nämlich Love & Peace gibt es schon“, findet der leidenschaftliche Tänzer und Hip-Hop Aktivist Thomas Geismayr. Der 1984 Geborene ist in Dornbirn aufgewachsen, studierte an der FHV Soziale Arbeit und lebt jetzt in Wien.

Thomas Geismayr und Tommy Galido – geboren 1986, Jugendarbeiter bei der OJAD – sind Teil der Breakdance Crew „Undadogzz“, die Ende Juni bereits zum vierten Mal das Festival Ruff Enough mit Teilnehmern aus 15 Nationen veranstalteten. Gejammt, wie das Tanzen im Fachjargon heißt, wurde trotz großer Hitze im Freien, vor dem Jugendhaus Arena, aber auch im Jugendzentrum Vismut, sowie am Bodensee. „So etwas gibt es in ganz Österreich nicht und vielleicht nur dreimal in Europa“, betont Thomas Geismayr die Bedeutung und das Niveau der hochkarätigen Veranstaltung.

Was versteht man unter Hip-Hop?

Für Kurt Nachbaur, stellvertretender Geschäftsführer der OJAD, ist Hip-Hop eine weltumspannende Jugendkultur, eine Lebenshaltung, die von Respekt und Toleranz geprägt ist. Zu den vier Ausdrucksformen gehören Breakdance, Rap, Graffiti und Deejaying (Auflegen). Die beiden „Undadogzz“ begeisterten sich schon als Jugendliche dafür. „Die Musik war cool und du bekamst Applaus und Anerkennung, die vielleicht anderswo fehlten“, erzählt Tommy Galido. „Der Tanz war und ist für mich vor allem ein starkes Ausdrucksmittel, so Thomas Geismayr, dessen tänzerische Karriere bereits 1998 im Kaktus begann. Er erinnert sich daran, dass Hip-Hop für manche Jugendliche wie ein Katalysator funktionierte, um Destruktivität in Kreativität zu wandeln.

Den friedlichen Aspekt dieser Bewegung unterstreicht der Jugendberater Sebastian Mischitz. „Menschen unterschiedlicher Herkunft bauen Beziehungen auf und gleichzeitig Vorurteile ab“, ist er überzeugt. Nicht umsonst steht Hip-Hop für „Peace, Love, Unity & Having Fun“.

Breakdance wird 2024 olympisch

Weder Thomas Geismayr, noch die Mitarbeiter der Offenen Jugendarbeit Dornbirn können sich damit anfreunden, dass Breakdance eine Olympische Disziplin wird und somit Leistungs- und Konkurrenzdenken aufkommen, wo sie nicht hingehören. „Wie will man Gefühl und Emotionen bewerten?“, fragt sich Geismayr. Er möchte viel mehr beweisen, dass man ein glücklicher Mensch sein kann, ohne Medaillen abzusahnen. Und Tommy Galido fasst den Spirit des Festivals Ruff Enough, das 2020 zum fünften Mal stattfinden soll, zusammen: „Jugendkultur und -Austausch, Festival, Party, Tanz, Kunst und Workshops.

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