Ruf nach Polizei wird lauter

Dornbirn - Noch vor der Weltgymnaestrada im Juli wird der neue Dornbirner Bahnhof eröffnet. Grund genug für Dornbirner Stadtpolitiker, auch die Sicherheit kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Viele Vorschläge

SP-Stadtrat Mag. Gebhard Greber spricht vorsichtig von einer „ungenügenden Situation“. Konkreter werden die Freiheitlichen. Stadtvertreter Walter Schönbeck sieht die Sicherheit von Fahrgästen nicht mehr gewährleistet, weil es immer wieder zu Belästigungen und sogar Bedrohungen komme. Und Anrainer berichten von Randalen, verbunden mit Polizeieinsätzen.

Die Sozialdemokraten legen nun eine lange Liste von Vorschlägen für ein Gesamtkonzept vor. An erster Stelle steht dabei die Sicherheit. „Es reicht nicht, nur Videokameras zu installieren. Die Präsenz der Polizei ist deutlich zu verstärken, sei es durch die Stadt- oder Bundespolizei.“ Greber und seine Kollegin Dr. Gabi Sprickler-Falschlunger fordern den Einsatz von uniformierten Beamten, insbesondere in der Nacht. „Die Sicherheitsmaßnahmen müssen sich auch auf die Rohrbacher Seite des Bahnhofs erstrecken“, sehen die SP-Politiker auch jenseits der Geleise Handlungsbedarf.

In Anbetracht der offensichtlich kritischen Situation rufen auch die Freiheitlichen nach der Exekutive. Schönbeck glaubt, dass ein in der Nacht besetztes Wachzimmer die Situation am Bahnhof nachhaltig verbessern würde.

Mobilitätszentrale

Parallel dazu soll die Betreuung von jugendlichen Randgruppen durch Sozialeinrichtungen von Stadt und Land fortgesetzt werden, fordern die Sozialdemokraten. Dafür gibt es von Bürgermeister DI Wolfgang Rümmele Unterstützung. Für den Einsatz von Mitarbeitern vom „Ex und Hopp“ und der Offenen Jugendarbeit Dornbirn ist die Stadt bereit, tief in die Kasse zu greifen.

Künftig ist eine Mobilitätszentrale am Bahnhof mit einem gemeinsamen Fahrkartenschalter von ÖBB, Land- und Stadtbus vorgesehen. Für die SPÖ wäre es in diesem Zusammenhang dringend notwendig, die Schalterzeiten deutlich auszudehnen. „Das würde nicht nur besseren Service, sondern auch eine Erhöhung der Sicherheit bedeuten“, ist Greber überzeugt. Derzeit ist die Personenkassa der ÖBB Montag bis Freitag von 7.30 bis 19 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 8 bis 11.45 und von 12.20 bis 18 Uhr geöffnet. Das Büro von Land- und Stadtbus ist von Montag bis Freitag von 7 bis 18.30 und an Samstagen von 8.30 bis 11.45 Uhr besetzt.

Im Bahnhof wird es eine kleine Gastronomieeinrichtung und eine Trafik geben, in einem Nebengebäude soll ein neues Lebensmittelgeschäft mit verlängerten Öffnungszeiten eingerichtet werden. „Diese sind in die Gesamtkonzeption einzubinden, denn auch deren Öffnungszeiten sind für die Sicherheit am Bahnhof mitentscheidend“, so Greber.

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