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Rückzug in die eigene Gedankenwelt

Edith Hofer in ihrem Atelier.
Edith Hofer in ihrem Atelier. ©Beate Rhomberg
Edith Hofer versteht es, auf witzige und tiefgründige Art zugleich, in die Geheimnisse ihres Schaffens einzuweihen.
Edith Hofer

Lustenau. Den Wunsch, bildende Künstlerin zu werden, hatte die bekannte Lustenauerin bereits als Schülerin. “Mit Zeichnen und Malen dem Unbewussten Raum und Sprache zu geben, faszinierte mich von Anfang an und das ist bis heute so geblieben“, erklärt Edith Hofer ihr Faible für die Kunst. Ihr Lehrer am Bundesgymnasium Dornbirn, Professor Gerhard Winkler, unterstützte die Schülerinnen und Schüler in ihrer Kreativität und rief schon damals die schuleigene Galerie ins Leben. Hofers Talent überzeugte jedenfalls an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, wo sie von 1978 bis 1983 studierte.

Heute blickt Edith Hofer auf künstlerische Arbeiten, Aktionen und Ausstellungen zurück, die sie unter anderem auch nach Sizilien führten. Im Jahr 2000 folgte sie der Einladung von Jürgen Weishäupl nach Palermo. Mit den ihr vertrauten Materialien Plüsch und Farbe nahm sie teil am Projekt „Kunst in der Stadt“. Sie verkleidete und bemalte ein in der Straße abgestelltes Schrottauto (einen Cinquecento) und das Balkongeländer eines alten Palazzos. Die Werke beeindruckten nicht nur die alteingesessenen Sizilianer, sondern auch den aus Vorarlberg stammenden Uwe Jäntsch, alias Bürgermeister von Riesi. In den vergangenen 18 Jahren gab es jedes Jahr eine oder mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen mit Hofers Arbeiten in Österreich, Deutschland, Italien und in der Schweiz. Im Jahr 2004 war sie außerdem vertreten an der Michigan State University in den USA und in St. Petersburg in Russland. 2012 wird Edith Hofer mit weiteren drei Vorarlbergern im Rahmen eines Künstleraustausches in der Hafenstadt Cobh in Irland ausstellen. „International unterwegs zu sein, ist heute wichtiger denn je“, ist sie überzeugt. 

Die künstlerische Arbeit bedeutet für Edith Hofer Freiheit, Notwendigkeit und Spiel zugleich. So zieht sie sich beim Malen in ihre eigene Gedankenwelt zurück und empfindet es als Bedürfnis und großes Glück, sich auf diese Weise auszudrücken und mitteilen zu können.  Gespielt wird mit Figuren, Masken, Materialien und immer neuen Kompositionen und Zusammensetzungen. Und nicht zuletzt werden die Betrachterinnen und Betrachter der Bilder einbezogen und aufgefordert, zu reagieren. Und manchmal denkt die Powerfrau darüber nach wie es wäre, künftig vielleicht mit einer Künstlerkollegin oder einem Künstlerkollegen im direkten Dialog gemeinsam zu arbeiten.

Im täglichen Leben ist Edith Hofer mit Begeisterung Professorin an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg. Bei aller Liebe zum eigenen künstlerischen Schaffen hat sie auch das Lehramt für die Fächer bildnerische Erziehung und technisches Werken absolviert. „Der Unterricht für Studierende und künftige Lehrerinnen und Lehrer gefällt mir ausgesprochen gut. Es ist eine Bereicherung für mich, mit motivierten Erwachsenen zu arbeiten “, erklärt Hofer diese Seite ihres Berufes. Viel vom Erlernten kann sie hier weitergeben. Die Zeit außerhalb der teilweisen Lehrverpflichtung und die verfügbaren Mittel steckt die Malerin und Zeichnerin in die Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Arbeit. Ihre Vielseitigkeit und Ausdrucksstärke zeichnen sie aus und ihre Handschrift bleibt bei  den unterschiedlichen Techniken unverkennbar. Das Atelier in ihrem Haus am Bach ist ein Kreativzentrum aus Fell, Plüsch und  natürlich Leinwänden, Farbtuben und vielen anderen Utensilien. Fertige und in Arbeit befindliche Bilder sind aufgestellt und irgendwo dazwischen liegt der fast zum Inventar gehörende Hund Mailo. Zu einer Art Markenzeichen von Edith Hofer sind verschiedene Ausführungen und Abbildungen von Hasen(köpfen) geworden. Das Wichtigste an ihren Rabbits aber sind die Augen, die realen Personen entliehen sind und dem „Original“ zugeordnet werden können.

 

Zur Person:

Geboren: 1959
Familie: zwei Söhne
Lieblingsort: derzeit Wien
Lieblingsspruch: „Soll ich meinen Auspuff abmontieren und nachts in der Nachbarschaft herumfahren?“ (Aus „Findet mich das Glück?“ von Peter Fischli und David Weiss)

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