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Rückschlag für Feldkircher Handballer

Markus Satzinger war nach der 22:24-Niederlage enttäuscht.
Markus Satzinger war nach der 22:24-Niederlage enttäuscht. ©VOL.AT/Luggi Knobel
Feldkirch. Einen argen Dämpfer erhielten die Aufstiegsambitionen der Feldkircher Handballer am gestrigen Samstag. Die Mannschaft um Trainer Markus Satzinger musste sich nach Sechzig fairen und von den Unparteiischen sehr souverän geführten Spielminuten dem deutschen Klub Bartenbach denkbar knapp mit 24:22 geschlagen geben.

Durch den gleichzeitigen Sieg von Steinheim in Ehingen wuchs der Abstand zu den Topklubs wieder auf drei Punkte an.
Die Partie begann mit dem schnellen 1:0 für Feldkirch. Im Anschluss gelang beiden Mannschaften bis zur 9. Minute kein Treffer: die beiden Abwehrreihen standen gut und vor allem Feldkirchs Stephan Hämmerle wuchs mehrere Male über sich hinaus und entschärfte unzählige freie Würfe der Gastgeber. Hämmerle war es zu verdanken, dass es nach neun Minuten 1:1 stand.

Feldkirch tat sich sichtlich schwer gegen die gut arbeitende Bartenbacher 3:2:1 Deckung. Die Mannschaft um Abwehrroutinier Oli Skenderovic schaffte es beinahe lehrbuchmässig, die Feldkircher Angriffsspieler vom Torerfolg abzuhalten. Aus diesem Grund plätscherte das Spiel so dahin und beim Stand von 10:10 (Feldkirch verabsäumte es, bei 7:9 weiter davonziehen) ging es in die Halbzeitpause.

Den klar besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Bartenbacher: die ohne ihren Spielmacher Jens Czechtinzky spielende Truppe war hellwach und stellte schnell auf 12:10. Feldkirch legte jedoch nach und egalisierte auf 12:12. Dann eine Wiederholung der Geschehnisse: Bartenbach legte 2 Tore vor, doch Feldkirch kam zurück und schaffte nach dem 14:14 Ausgleich sogar den 14:15 Führungstreffer. Nach dem Ausgleich der Bartenbacher schienen die Montfortstädter wie ausgewechselt und legten 15:18 vor. Bartenbach zückte die Time-Out-Karte, zum Leidwesen der Feldkircher mit Erfolg. Durch eine gezielte Angriffsumstellung schafften die Göppinger Vorstädter einen 5:1 Lauf und waren plötzlich mit 20:19 in Front. Feldkirch-Spielertrainer Bernhard Grissmann, der wie der Rest der Mannschaft einen schweren Stand hatte, gelang noch der zwischenzeitliche Ausgleich zum 20:20, doch dann führten Unkonzentriertheiten und völlig überhastete Würfe sowie eklatante Abwehrfehler dazu, dass sich Bartenbach bereits vorentscheidend mit 23:20 absetzen konnte. Die junge aber sehr abgezockt spielende Bartenbacher Mannschaft ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann die Partie im großen und ganzen verdient mit 24:22. Hervorzuheben ist die sensationelle Leistung von Keeper Stephan Hämmerle: der Feldkircher Schlussmann bestach durch unglaubliche Reflexe, starkes Stellungsspiel und sogar als Motivationskünstler. “Ihm hätte ich den Sieg vergönnt”, so ein etwas niedergeschlagener Spielertrainer Bernhard Grissmann nach der Partie.

Ärgerlich ist, dass die Feldkircher es beim Stand von 15:18 verabsäumt haben, den Sack endgültig zuzumachen. Abspielfehler, überhastete Würfe und arge Abwehrschnitzer sind jene Punkte, an denen im Training speziell gearbeitet werden muss, um die ausstehenden Partien erfolgreich über die Bühne bringen zu können. Zum nächsten Spiel am Samstag, den 25. Februar, empfangen die Feldkircher Handballer die TS Göppingen in der Sporthalle Reichenfeld. Dort gilt es, wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.

17. Runde Landesliga Staffel 4
TSV Bartenbach – HC MGT BW Feldkirch 24:22 (10:10)

TSV Bartenbach: Gauggel, Schweizer; Stadelmeier 5/3, Rilli, Skenderovic, Stadelmann 1, Koch 6, Skutta 4, Bässler 3, Bächle 4, Hoyler 1, Paulik.

HC MGT BW Feldkirch: Hämmerle; Hintringer Chr. 2, Hintringer F. 5/1, Brunner, Grissmann 2, Franz 2, Büchele 3, Erlacher 5, Xhemaj, Kutluana 3.

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