Rudis Gnadenhof in Hittisau

Seit zwei Jahren gibt es in Hittisau Vorarlbergs einzigen Gnadenhof. Zahlreiche Tierfreunde unterstützen zwischenzeitlich das Projekt von Rudi Längle. 

Alle Interessierten sind am 4. Juni zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Idealismus, enormes Engagement und ein großes Herz für Tiere sind die Voraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb eines Gnadenhofes. Die fi nanziellen Sorgen hören deswegen aber trotzdem niemals auf. Davon kann auch der Betreiber des einzigen Vorarlberger Gnadenhofes, der Jurist Rudi Längle, ein Liedchen singen.

„Zwischenzeitlich muss ich auf meine Reserven zurückgreifen“, erklärt der engagierte Tierfreund. Darum freut es ihn umso mehr, dass das Projekt Gnadenhof immer mehr Gleichgesinnte findet, die es fi nanziell oder mit ehrenamtlicher Mithilfe unterstützen.

Vor etwa zehn Jahren begann der Jurist Tiere zu retten. Seit zwei Jahren hat er den Hof in Hittisau gepachtet (die NEUE-Tierwelt berichtete). Aufgrund des Tierwelt-Spendenaufrufes vom 22. April hat Rudi nun auch die finanziellen Mittel, um ein altes Reitpferd und ein junges Pony vor dem Schlachthof zu retten.

„Schon in den nächsten Tagen kommen die zwei neuen Schützlinge zu mir auf den Gnadenhof“, freut sich Rudi. „Ein großes Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender, die bei dieser Aktion mitgeholfen haben“, schwärmt der Tierfreund.

Aber nicht nur die zwei Pferde kommen als Zuwachs auf den Gnadenhof, sondern auch die Hängebauchschweine Mario und Pedro haben es geschafft:

Sie leben sich bereits bestens ein. Auch natürlichen tierischen Nachwuchs hat es gegeben: Ein hübsches Fohlen sowie junge Zwergziegen haben auf Rudis Gnadenhof „das Licht der Welt erblickt“. Um das Projekt auf sichere Beine zu stellen und aufgrund der zwischenzeitlich doch beachtlichen Größe, steht die Gründung eines Vereines unmittelbar bevor.

Das Platzproblem bereitet dem Gnadenhof-Besitzer nach wie vor Sorgen. „Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Hof im Vorderen Bregenzerwald oder Rheintal, der zu fairen Konditionen verpachtet wird“, erzählt der Jurist. Doch der sympathische Tierfreund ist voller Optimismus. „Es wird schon irgendwie klappen. Ich vertraue auf die Menschen“, erklärt er.

Doch vorerst wird nun an der ersten Veranstaltung, einem „Tag der offenen Tür“ gearbeitet. Am Sonntag, den 4. Juni (von 11 bis 17 Uhr) ist es so weit. Alle sind recht herzlich eingeladen, um sich ein Bild von Vorarlbergs einzigem Gnadenhof zu machen.

Jede halbe und volle Stunde fährt vom Hittisauer Gemeindeamt zum Hof ein eigener kostenloser Bustransfer. Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung auf den 15. Juni verlegt.

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