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Rücktritt des taiwanesischen Außenministers

Der taiwanesische Außenminister Eugene Chien ist am Samstag von seinem Amt zurückgetreten. Ministerpräsident Yu Shyi-kun habe vergeblich versucht, Chien umzustimmen.

Der Ministerpräsident nehme das Demissionsgesuch an, gab Kabinettssprecher Lin Chia-lung am Samstag vor der Presse in der Hauptstadt Taipeh bekannt.

Chiens Entscheidung soll dem Vernehmen nach nicht mit dem Rücktritt der Leiterin des Amerikanischen Instituts in Taiwan (AIT), Therese Shaheen, zusammenhängen. Diese hatte sich mit ihrer allzu Taiwan-freundlichen Politik wiederholt den Unmut der US-Regierung zugezogen. Insbesondere sei Washington darüber verärgert gewesen, dass sie dem Staatspräsidenten Chen Shui-bian Ende März zu dessen Wiederwahl gratuliert habe, noch bevor die USA offiziell auf das Wahlergebnis reagierten.

Das AIT gilt seit 1979 als inoffizielle diplomatische Vertretung der USA in Taiwan. Damals hatte Washington die Volksrepublik China anerkannt. Im „Taiwan Relations Act” hatten die USA zugleich 1979 vertraglich garantiert, der Insel im Fall eines Angriffs zu Hilfe zu kommen.

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