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RPG Nachschub für die 360: Lost Odyssey

Neue Helden braucht das Land: Lost Odyssey für Xbox 360.
Neue Helden braucht das Land: Lost Odyssey für Xbox 360. ©Waibel
360er Rollenspieler haben´s derzeit gut: Nach Blue Dragon und Mass Effect schicken die Blue Dragon-Macher Mistwalker nun ein neues Epos in den Ring: Lost Odyssey.  

In der Rolle des Kriegers Kaim Argonar, der mal eben einen Meteoriteneinschlag überlebt hat, bei dem zwei riesige Armeen untergingen, gilt es, den Konflikt zwischen zwei verfeindeten Reichen – der Republik Uhra und dem Königreich Gohtza – zu lösen. Angesiedelt ist das Epos, das in weiten Teilen an die Final Fantasy Reihe erinnert, in einem Setting, das die Welt in der Zeit, die an die industrielle Blühte und den Aufstieg des endenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in Europa erinnert, zeigt. Neben industriellem Fortschritt hat auch die Magie in die Welt Kaim Argonars Einzug gehalten.

Lost Odyssey darf als ein eher konservativer Vertreter des Genres bezeichnet werden. Das Japano-Rollenspiel setzt ganz auf traditionelle Werte, die besonders beim Kampf auffallen. Auf seinen Reisen wird Kaim von bis zu vier Mitstreitern begleitet, die ihn im Kampf unterstützen. Gesteuert wird in der normalen Ansicht nur Kaim, nur bei den zufällig auftretenden Kämpfen schwenkt die Ansicht in den Modus, in dem auch Kaims Mitstreiter sichtbar werden. Auch in Zwischensequenzen, die liebevoll in die Storylinie eingebettet wurden, zeigen sich Kaims Partykollegen.

In den Kämpfen schwenkt die Engine in eine andere cineastisch anmutende Ansicht. Doch der Eindruck täuscht: Die Kämpfe laufen strikt rundenbasiert ab. Jeder Angriff kann in Ruhe ausgewählt werden, egal ob Zauber oder direkte Angriffe. Die Kämpfe gegen die unterschiedlichsten Fabelwesen werden schon nach kurzer Spielzeit sehr knackig und verlangen einem einiges an taktischem Vorgehen ab. Gewürzt wird das ganze durch richtig herausfordernde Bosskämpfe. Ohne das richtige Einsetzen all der Fähigkeiten der Gruppe, wie direkte Angriffe oder besondere Zaubersprüche sieht man schnell alt aus. Auch hier erinnert Lost Odyssey wieder stark an Final Fantasy.

Die Geschichte von Lost Odyssey wird spannend erzählt, wenn auch in den ersten 10 Stunden davon noch nicht so viel zu spüren ist. Hat man die Einstiegsphase überstanden, wird die Geschichte rund um Intrigen und Verrat immer aufregender und man will unbedingt wissen, wie der Krieg ausgeht und welche Erinnerungen der unglückliche Held wiedererlangt. Abseits der Hauptstorylinie finden sich auch optionale Aufgaben, wie beispielsweise ein Job als Bote oder als Schatzsucher.

Grafisch weiß Lost Odyssey über weite Strecken zu überzeugen, besonders bei den Hauptdarstellern und den Effekten während der Kämpfe. Leider schwankt die Qualität etwas, da manche Protagonisten wie Cartoonfiguren wirken und mit weniger Details versehen wurden. Im Großen und Ganzen sieht Lost Odyssey jedoch sehr gut aus und läuft abgesehen von kleinen Rucklern flüssig. Erkauft wird diese Pracht durch häufige Ladepausen erkauft. Der Sound ist sehr gut gelungen, – sieht man von der zum Teil eigenwilligen deutschen Synchronisation einmal ab -  und bietet schöne Musikstücke, die frappant an die Final Fantasy Spiele erinnern.  

Soviel Pracht braucht ihren Platz: Das Spiel befindet sich auf 4 DVDs, wobei ein Silberling einfach in einer Schutzhülle beigelegt ist. Da wäre eine andere Form der Verpackung überlegenswert gewesen.

 

Fazit:

Lost Odyssey ergänzt das Portfolio der hochkarätigen Rollenspiele für die Xbox 360 um eine weitere Perle. Nachdem Mass Effect sehr westlich orientiert ist, Blue Dragon Old School mit Knuffigkeitsbonus darstellt, siedelt sich das neueste Werk der Blue Dragon-Macher dazwischen an, mit einem Old School Kampfsystem, das sich aber sehr ernsthaft sieht und mit der gelungenen Mischung aus Moderne und Magie frappant an den Klassenprimus Final Fantasy erinnert. Die Storyline wird packend erzählt, der Style ist sehr gediegen, die Kämpfe herausfordernd. Grafisch ist Lost Odyssey ein Kracher, von der Vertonung her ein wenig durchwachsen. So krankt die Geschichte wieder einmal an mehr oder weniger guten Synchronsprechern. Große Innovationen sollte man in Sachen Gameplay nicht erwarten, dafür bietet Lost Odyssey gerade Fans von Oldschool Roleplay a la Fernost neue leckere Kost. Ein Titel, den sich Rollenspieler genauer ansehen sollten!

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