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Royal Steuerhinterziehung vorgeworfen

Die französische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal hat erneut mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung zu kämpfen. Sie habe deutlich zu wenig Vermögenssteuer gezahlt.

Das französische Wochenblatt “Le Canard Enchainé” berichtete am Dienstagabend vorab aus seiner Mittwochausgabe, die Kandidatin der Sozialisten habe im vergangenen Jahr 862 Euro Vermögenssteuer gezahlt, bei realer Bewertung ihres Immobilienbesitzes hätte sie aber eigentlich siebenmal soviel an den Staat abführen müssen.

In ihrer Vermögenserklärung hätten Royal und ihr Lebensgefährte, Sozialistenchef Franñois Hollande, ihr Ferienhaus in Mougins im Département Alpes-Maritimes mit einem Wert von 270.000 Euro beziffert. Örtliche Immobilienmakler schätzten das Anwesen aber auf 700.000 Euro, berichtete „Le Canard Enchainé“. Auch bei einer Wohnung in Boulogne-Billancourt, die Royal und Hollande zusammen mit dessen Eltern kauften, soll das Politikerpaar laut dem Satireblatt getrickst haben.

Royal wies die Vorwürfe am Abend auf France 3 zurück. Ein Steuerfachmann habe ihre Vermögenssteuererklärung gemacht worden, sagte sie. Es habe dabei keinen „Betrug gegeben“.

Im Jänner hatte der UMP-Abgeordnete Jacques Godfrain eine Website zitiert, auf der Hollande und Royal beschuldigt wurden, eine Immobilienfirma zu nutzen, um Vermögenssteuer zu hinterziehen. Royal warf daraufhin der Regierungspartei UMP und deren Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy vor, eine Schmutzkampagne gegen sie zu führen.

Gegen Sarkozy erhob „Le Canard Enchainé“ erneut den Vorwurf, eine Luxuswohnung zu fragwürdigen Vorzugskonditionen gekauft und dabei 300.000 Euro gespart zu haben. Sarkozy wies die Angaben in einem Brief zurück.

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