Rotes Kreuz: Sechs Monate Ärztebereitschaft neu

Leiter der RFL Siegfried Marxgut zeigt die Abläufe.
Leiter der RFL Siegfried Marxgut zeigt die Abläufe. ©Rotes Kreuz Vorarlberg
Das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband Vorarlberg, positioniert sich immer mehr als globaler Dienstleister und niederschwellige Drehscheibe für medizinische Dienstleistungen.

Dir. Gozzi: „Wir verfügen mit der RFL über eine einzigartige technische Plattform und einen bestens ausgebildeten Mitarbeiterstamm. Diese Ressourcen wollen wir nutzen und sehen es als unsere Verpflichtung, der Bevölkerung in Fragen der medizinischen Versorgung eine erste kompetente Anlaufstelle zu sein. Egal ob im Notfall oder nur beratend … jeder Anrufer soll die für ihn bestmögliche Hilfe bekommen.“

LR Dr. Christian Bernhard stellt den Ärztebereitschaftsdienst vor: „Das Modell Ärztebereitschaftsdienst NEU, das im November 2015 gestartet wurde, zeigt bereits ein halbes Jahr nach Einführung seine Schlagkraft. Das gemeinsam mit der Landespolizeidirektion, dem Gemeindeverband, dem Roten Kreuz Vorarlberg und Vertretern aus der Ärzteschaft erarbeitete Modell garantiert eine wesentliche Qualitätsverbesserung im Bereich der flächendeckenden Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben, wodurch diese rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche in ganz Vorarlberg gewährleistet sind.

Besonders hervorzuheben ist die Freiwilligkeit der Ärzte, die auch die Möglichkeit der Zusatzqualifizierung in Anspruch genommen haben. Bislang wurden 23 Ärztinnen und Ärzte für dieses Bereitschaftsmodell gewonnen und in Schulungen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Mit dieser Zertifizierung sind die Ärzte bestens gerüstet, die öffentlich rechtlichen Aufgaben sicherzustellen und damit auch als Systempartner der Polizei in Vorarlberg tätig zu sein.

Besonders das kurative Nachtmodul, das für dringende, aber nicht notärztlich relevante Fälle in Pflegeheimen zur Verfügung steht, ist eine wichtige Ergänzung der Patientenversorgung überall dort, wo kein Arzt zur Verfügung steht.

Die vielfältigen Vorteile für die Bevölkerung aber vor allem auch für die Ärzteschaft (selbständige Diensteinteilung, Wahlfreiheit innerhalb der Module, Öffnung des Bereitschaftsdienstes auch für Spitalsärzte, Übernahme des Bereitschaftsdienstes für mehrere Sprengel, direkte und zeitnahe Honorierung….) sind unbestritten. Die Erfahrungen, die mit der Bereitschaftsdienstplattform bei der RFL bis Ende des Jahres noch gesammelt werden, werden uns dann auch bei der Einführung von  TEWEB sehr hilfreich sein. Insgesamt sind wir auf dem richtigen Weg, um künftig eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger für sämtliche medizinische Fragen anzubieten und damit eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.“

Polizeidirektor Dr. Hans-Peter Ludescher betont: „Für die Vorarlberger Polizei bedeutet es einen Quantensprung, über eine Servicenummer der RFL, nämlich die 141, rund um die Uhr in jeder Region Vorarlbergs die erforderliche ärztliche Unterstützung abrufen zu können. Das entlastet einerseits unsere Einsatzkräfte, besonders aber die Patienten und ihre Angehörigen.“

 

Quelle: Österreichisches Rotes Kreuz/Landesverband Vorarlberg/Gozzi 

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