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Rodionov nach Sieg über De Minaur im Stuttgart-Halbfinale

Jurij Rodionov ist in Stuttgart nicht zu stoppen
Jurij Rodionov ist in Stuttgart nicht zu stoppen ©APA/dpa
Jurij Rodionov hat seinen Erfolgslauf beim Tennis-ATP-Rasen-Turnier in Stuttgart fortgesetzt. Der 22-Jährige kämpfte am Freitagabend den als Nummer vier gesetzten Australier Alex de Minaur in 2:13 Stunden mit 3:6,6:3,7:6(4) nieder und steht damit erstmals überhaupt in einem Halbfinale auf der Tour. Der Niederösterreicher setzte damit den nächsten Meilenstein, nachdem schon der Einzug ins Viertelfinale für ihn ein historischer gewesen war. Sein Halbfinalgegner ist Marin Cilic.

Der ÖTV-Daviscupper hatte seine Serie in Stuttgart "wegen meiner Form und meiner Beziehung zum Rasen" selbst als unrealistisch eingestuft. "Aber ich lebe meinen Traum und hoffe, dass er noch einen oder zwei Tage weitergeht", sagte Rodionov.

Rodionov startete mit einem Break zum 2:1 schon gut in die Partie, De Minaur schlug allerdings mit Breaks zum 3:3 und 5:3 zurück und servierte dann aus. Österreichs Nummer drei ließ sich im Premierenduell mit dem gleichaltrigen Weltranglisten-22. aber nicht aus der Bahn werfen und schaffte dank eines Breaks zum 2:0 im zweiten Satz den Ausgleich. Satz Nummer drei war an Spannung nicht zu überbieten, Rodionov konnte bei 5:6 einen Matchball abwehren und sich ins Tiebreak retten. Dort hatte der ÖTV-Akteur das bessere Ende, verwertete gleich seinen ersten Matchball zum 7:4.

"Ich habe mich im dritten Satz bei jedem Punkt gepusht und wollte einfach nur den Sieg", erklärte der Wildcard-Spieler. Er überraschte damit zum dritten Mal in Folge, nachdem er zuvor die Deutschen Dominik Koepfer und Peter Gojowczyk ausgeschaltet hatte. Verlassen konnte sich der Ranglisten-142. auf seinen Aufschlag, so gelangen ihm etwa zwölf Asse. 27.195 Euro an Preisgeld und 90 ATP-Punkte hat er nun bereits eingesammelt, in der Weltrangliste wird er sein bisher bestes Ranking (139) übertreffen.

Im Kampf um den Finaleinzug wartet mit dem Kroaten Cilic jener Mann, der den topgesetzten Denis Shapovalov mit 7:5,7:6(3) aus dem Bewerb nahm. Auch gegen den im Ranking auf Position 47 liegenden US-Open-Sieger von 2014 hat Rodionov noch nie gespielt. "Ich denke schon, dass ich eine Chance habe", sagte Rodionov. Als Lohn für seine Leistungen erhielt er einen Startplatz beim kommenden Rasenturnier in Halle. Doch vorerst galt die volle Konzentration Stuttgart. "Wenn ich noch zwei Partien gewinne, vielleicht bekomme ich dann den Mercl (Mercedes), der da oben steht."

(APA)

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