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Risiko ist Chance

Über 600 Teilnehmer beim 36. Vorarlberger Wirtschaftsforum.
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Mit dem Themenschwerpunkt des 36. Wirtschaftsforums, „Risiko – Chancen und Herausforderungen in Zeiten der Disruption“ trafen die  Veranstalter den Puls der Zeit. Das zeigten die zahlreichen sehr positiven Reaktionen der Teilnehmer.

Über 600 Spitzenvertreter aus Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, Interessenvertretungen und Gesellschaft aus dem gesamten Bodenseeraum folgten beeindruckt den Ausführungen der sieben Topreferenten, die das heurige Thema dieser internationalen Wirtschaftstagung aus den verschiedenen Perspektiven beleuchteten. Und sie applaudierten, als der Oberlecher Hotelier Fridolin Lucian mit dem von der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer und den Vorarlberger Nachrichten vergebenen „Ehrenpreis der ­Vorarlberger Wirtschaft für das Lebenswerk“ geehrt wurde (siehe Seite 7).

Das Vorarlberger Wirtschaftsforum wurde auch bei der 36. Auflage seiner Rolle als wichtiger Treffpunkt mehr als gerecht und  diente der äußerst bedeutsamen Vernetzung der wirtschaftlichen Kräfte in Vorarlberg. Damit leistet die größte Wirtschaftsveranstaltung des Landes auch einen nicht mehr wegzudenkenden Beitrag zur Stärkung des Standorts. Den Veranstaltern ist es auch heuer wieder gelungen, mit Themen wie „Digitalisierung: Der Wandel wird nie wieder so langsam sein“  von Infineon-Chef Sabine Herlitschka, „Europas Zukunft zwischen Shenzen und Palo Alto“ des ehemaligen deutschen Außenministers und Vizekanzlers Joschka Fischer, oder „Mutige Entscheidungen im Management“ des Magenta-Vorstandschefs Andreas Bierwirth für spannende Diskussionen in den Pausen und beim traditionellen Weißwurstessen zu sorgen.

Gerold Riedmann, VN-Chefredakteur, über das Wirtschaftsforum 2019: „Das Thema Risiko und die sehr guten Referenten hatten ein sehr gutes Echo bei den Besuchern. Es zeigt, wie wichtig das Thema für die Vorarlberger Wirtschaft ist.“ Wirtschaftskammervizepräsidentin Petra Kreuzer nutzte die Begrüßung, um auf einen weiteren Aspekt aufmerksam zu machen: „Es ist ein Risiko, wenn Frauen nicht in Führungsetagen sind. Es ist erwiesen, dass Unternehmen, die auch Frauen an der Spitze haben, erfolgreicher wirtschaften.“

Und für Martin Ohneberg, Präsident der Industriellenvereinigung, ist eines klar, wie er bei der Begrüßung sagte: „Wer nicht riskiert, gewinnt nicht.“

Statements der Veranstalter

Formate wie das Wirtschaftsforum sind wichtig, um vermeintlich negativ besetzte Begriffe wie „Risiko“ oder „Disruption“ zu entmystifizieren und positiv zu besetzen. Als Unternehmer und Interessenvertreter mit einer positiven Grundhaltung, Idealismus und Visionen geht es für mich bei diesen Wörtern immer um „Chancen“ und „Innovation“. Ohne die Bereitschaft Risiko einzugehen, sich zu trauen, sich zu öffnen ohne den genauen Ausgang zu kennen, gibt es keine Innovationen und keinen Fortschrift. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – das gilt nicht nur für Unternehmer, sondern auch für Mitarbeiter, für die Bevölkerung und unsere gesamte Gesellschaft. Wir vergessen oft, dass diese Tugenden uns angeboren sind, wir dürfen sie auch guten Gewissens abrufen.

Martin Ohneberg, Präsident

Industriellenvereinigung Vorarlberg Wir müssen Zeiten der Disruption als große Chance nutzen, um für uns, unsere Kinder sowie Enkelkinder neue lebenswerte Wege einzuschlagen. Dabei erfährt das Modell Genossenschaft in verschiedensten Bereichen gerade eine Renaissance und wird zu Recht als Zukunftskraft bezeichnet. In der Finanzbranche sehen wir vor allem im nachhaltigen Investieren, das endlich aus seiner Nische heraustritt, eine erfolgreiche Strategie, mit der viel Gutes getan und zudem langfristig Risiko gemindert werden kann. Unseren Kundinnen und Kunden wird immer bewusster, dass sie mit einer achtsamen Geldanlage sowohl die Gesellschaft als auch unser Klima direkt beeinflussen können. Wir sind deshalb alle gefordert, mutig zu sein und Herausforderungen positiv anzunehmen.

Gerhard Hamel, Vorstandsvorsitzender Volksbank Vorarlberg

Mit Investitionen in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, einer hochwertigen Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, der Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte in den Bereichen Verkehr, Kommunikation und Energieversorgung sowie der Sicherung geeigneter Betriebsflächen wollen wir sicherstellen, dass sich Vorarlberg wirtschaftlich auch in Zukunft im Kreis der erfolgreichsten Regionen Europas wiederfindet. Unsere Asse im Ärmel sind die fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die große unternehmerische Vielfalt – vom familiengeführten Klein- und Mittelbetrieb bis zum am Weltmarkt erfolgreichen Großunternehmen. Mit dem gewählten Schwerpunkt wird das Wirtschaftsforum auch heuer wieder wertvolle Impulse für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg liefern.

Markus Wallner, Landeshauptmann

Wir stecken mi_en in der strukturellen Neuordnung unserer wirtschaftlichen Systeme – beschleunigt durch Digitalisierung und neue Technologien. Disruption wirkt auf allen Ebenen. Deshalb müssen wir umdenken. Es geht um unsere Zukunftsfähigkeit, um das Brechen von Routinen und um vernetztes Denken. Wagen wir uns raus aus den linearen Modellen. Cooperation is the new competition – das zeigt sich nicht nur im Zusammenhang mit Innovationsprozessen, sondern auch im täglichen Geschäft. Denken in Risiken kann da sehr hilfreich sein. Es macht sensibel für die Gefahren, zeigt Bedrohungen auf und mobilisiert. Wer in Risiken denken will, muss raus der Komfortzone. Das größte Risiko, um mit Marc Zuckerberg zu sprechen, ist es, kein Risiko einzugehen.

Hans Peter Metzler, Präsident Wirtschaftskammer Vorarlberg

Risiko! Jeder Unternehmer geht das mit der Entscheidung zur Selbstständigkeit ein. Die Bereitschaft neue, andere Wege, zu gehen, ist Grundvoraussetzung für das Unternehmertum. Eine Wirtschaft, die verharrt, die verwaltet, die keine neuen Wege beschreitet, geht aber auch ein Risiko ein. Nämlich das, abgehängt zu werden. Große Industrien und Firmen sind so von der Bildfläche verschwunden. Heute sieht sich die Wirtschaft mit vielen Unwägbarkeiten konfrontiert – von Handelskonflikten über die Klimakrise bis zur Digitalisierung. Man kann sich davor fürchten, aber für unsere Unternehmen sind das auch Chancen. Chancen, die Unternehmen und Standort weiterbringen, wenn man sie beherzt ergreift. Und das ist jetzt das Gebot der Stunde, damit aus Risiko Erfolg werden kann.

Andreas Scalet, VN-Ressort Markt

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