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Ringerbundesliga setzt für ein Jahr aus - Kritik aus Klaus

©Stiplovsek
KSK Klaus Präsident Norbert Rist übt harte Kritik wegen der Absage der Ringerbundesliga

Die Lockerungen für die Ringer im Ländle betreffen momentan nur die Kaderathleten. Weiterhin sind sämtliche Trainingslokale der Bundesligisten KSV Götzis, AC Hörbranz, KSK Klaus und URC Wolfurt geschlossen. Während sich Athleten, Vereinsfunktionäre und Trainer weiterhin in Geduld üben müssen, hat der Österreichische Ringsportverband (ÖRSV) für einen Paukenschlag gesorgt: Die Blaguss-Bundesliga-Runde findet heuer nicht statt.

„Ich finde, die Saison ist zu früh abgesagt worden“, kritisiert Norbert Rist, Obmann des KSK Klaus, die Entscheidung der Verbandsspitze und sagt im gleichem Atemzug: „Es ist sehr schade auch für unsere Ringer. Sie gehen deshalb ins Training, um auch am Ligenwettbewerb mit der Mannschaft teilnehmen zu können.“ Im Grunde sind sich die Vorarlberger Erstliga-Teams allesamt einig: Eine Saison ohne Zuschauer sei ein Verlustgeschäft. „Es sei letztendlich eine logische Konsequenz, dass diese für alle Beteiligten schwere Entscheidung getroffen wurde“, betont Andreas Ender, Obmann des KSV Götzis. Schließlich wollen doch alle Ringer auf die Matte, und zeigen, was sie können. „Unseren Athleten wird heuer das Liebste genommen“, bedauert Rist. 

Nicht nur in Österreich sind bereits die Titelkämpfe abgesagt worden. Auch in Deutschland wollen Verantwortliche kein Risiko eingehen. Die Profiliga DRL (Deutsche Ringer-Liga) trifft es besonders hart. Da es kaum möglich ist, dass sämtliche Legionäre einreisen dürfen, ist die Saison 2020/2021 bereits gestrichen. Gleiches gilt für den Landesverband Nordrhein-Westfalen, der ebenfalls keinen Wettkampfbetrieb zulassen wird. In Bayern ist noch nichts entschieden. 

Der Deutsche Ringer-Bund hat den Start der Bundesliga von September auf Oktober erst einmal verschoben.

Der ÖRSV ist nicht untätig, hat seinen Vereinen einen „6-Punkte-Plan“ zum Schritt in die neue Normalität unterbreitet. Bis zum 31. Mai ist kontaktloses Training in Kleingruppen für Top-Kaderathleten erlaubt. Von Anfang Juni bis Ende Juli soll es weiter unter strengen Hygiene- und Schutzvorkehrungen Zentralisierungslehrgänge, erst einmal außerhalb von Vorarlberg, geben. Unter Schritt drei ist Anfang August wieder ringkampfspezifisches Kontakttraining in Kleingruppen für Kaderathleten vorgesehen. Erst im September ist dann auch das Vereinstraining wieder erlaubt: Der Startschuss für einen „normalen“ Trainingsbetrieb in allen Altersbereichen und Leistungsklassen. In den Monaten Oktober bis Dezember sind auf nationaler Ebene auch Mannschaftskämpfe geplant, die allerdings in Turnierform abgehalten werden. Im Spätherbst sind laut UWW-Terminplan dann auch wieder internationale Meisterschaften, wie die U23-WM im finnischen Tampere, angesetzt. 

Was die geplanten Turniere in Österreich angeht, soll die Teilnahme freiwillig sein. Finanzielle Konsequenzen hat der ÖRSV nicht angeordnet. Eine Teilnahme ist nur dann möglich, wenn sämtliche Ringer gesund sind. „Es müssen Tests gemacht werden. Kein Athlet darf mit dem Virus infiziert sein“, sieht Norbert Ratz, Obmann des AC Hörbranz, Kosten auf seinen Verein zukommen. Allerdings will der Ringerchef seinen Sportlern diesen Bonus ermöglichen. „Für unsere Ringer ist es die einzige sportliche Herausforderung in diesem Jahr. Das sind wir ihnen schuldig, weil sie es sich verdient haben.“ Ratz zieht in der besonderen Situation seinen Hut vor all seinen Athleten, aber auch vor den Trainern, die eine „beneidenswerte Einstellung“ haben. Was die Turniere im Herbst angeht, ist der Obmann derzeit noch zwiegespalten: „Hörbranz lebt vom Publikum, von der Atmosphäre. Ein Wettkampf ohne Zuschauer ist nicht denkbar. Von daher gebe ich die Hoffnung nicht auf, wohlwissend, dass es anders kommen kann.“

In Götzis ist der Nachwuchs ein Schwerpunkt. Laut Obmann Ender sei dieser die vergangenen Jahre etwas zu kurz gekommen. Primär liege die Vorbereitung auf 2021, um dann auch wieder vollends durchstarten zu können. „Je früher wir aber mit unserem Training beginnen können, desto besser ist es. Die Jungs waren lange genug daheim“, hofft auch er auf das eine oder andere Turnier im Herbst. 

Norbert Rist steht einem geplanten Mannschaftsturnier ohne Legionäre erst einmal skeptisch gegenüber. „Viele Teams können dadurch keine Mannschaft stellen“, kommen bei ihm doch einige Fragen auf. Denn noch steht nicht fest, welcher Verein eines der Turniere überhaupt austragen möchte, wenn keine Zuschauer zugelassen werden. Wer trägt die Kosten, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass coronabedingt der eine oder andere Sponsor webbrechen wird. Diese und weitere Antworten erhofft sich Rist am 20. Juni, wenn die ÖRSV-Spitze zu ihrer jährlichen Tagung nach Wagrain einlädt.

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