Rinder-TBC und Rotwild: Jäger gehen früher auf die Pirsch - Landwirte erfreut

Die Jäger reagieren auf die Vorwürfe und verstärken die Bejagung des Rotwilds.
Die Jäger reagieren auf die Vorwürfe und verstärken die Bejagung des Rotwilds. ©VOL.AT/Berchtold
Für Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, ist es erfreulich, dass die Jägerschaft bei den Maßnahmen zur TBC-Bekämpfung einzulenken scheint und mit einer verstärkten Bejagung der TBC-belasteten Rotwild-Bestände nachkommen will.
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“Ich danke Landesjägermeister Reinhard Metzler für seine klaren Aussagen”, so Moosbrugger am Freitag zu den Ankündigungen, die Metzler am Tag zuvor in “Vorarlberg heute ” kundgetan hatte.

Jäger beginnen Jagd auf Rotwild im März

Der Chef der Vorarlberger Jäger hatte in dem Inteview festgestellt, dass ein “massiver Eingriff” in die TBC belasteten Rotwild-Bestände notwendig sei und konkrete Maßnhamen angekündigt. Unter anderem werde mit dem Abschuss im heurigen Frühjahr früher begonnen als in den letzten Jahren, nämlich bereits im März.

“Das ist für die kommende Alpsaison von größter Bedeutung. Ein geringerer Rotwildbestand vermindert die Kontakte zwischen Weidevieh und Rotwild und damit auch die Ansteckungsgefahr”, hofft Moosbrugger mit gemeinsamen Bemühungen auf eine Besserung der TBC-Situation.

Landesjägermeister Metzler hatte neben dem früheren Beginn der Jagdsaison auch angekündigt, dass altersklassenunabhängig gejagt werde. In der Praxis bedeutet das, dass jedes Stück Rotwild, welches einem Jäger vor die Flinte läuft, auch erlegt werden soll.

Landwirte besorgt: Rotwild als TBC-Überträger

Die Jäger stehen vermehrt in der Kritik seit bekannt wurde, dass gerade in TBC-Kernzonen wie etwa im Silbertal die Abschussquoten nicht erfüllt werden. Rotwild gilt als Hauptüberträger der Krankheit, fast jedes vierte Tier trägt den Erreger in sich.

Vorläufiger “Höhepunkt” der diesjährigen Häufung von Verdachtsfällen auf Rinder-TBC war die Räumung eines Hofes in Bartholomäberg am vergangenen Montag, bei der der gesamte Bestand von 18 Tieren getötet werden musste. Bereits neun Höfe waren im laufenden Jahr bislang betroffen, sechs davon wurden komplett gesperrt. (red)

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