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Riefensberg setzt „Zukunft“ um

Erfreuliche Ergebnisse zur Dorfentwicklung präsentierten Bürgermeister Herbert Dorn (l.) und Projektbegleiter Herbert Steiner.
Erfreuliche Ergebnisse zur Dorfentwicklung präsentierten Bürgermeister Herbert Dorn (l.) und Projektbegleiter Herbert Steiner. ©STRAUSS
Ehrgeiziges Entwicklungsprojekt geht jetzt in die Realisierungsphase.

Riefensberg. „Die Mitarbeit der Bevölkerung war sensationell und das macht uns Mut, nach einer sehr konstruktiven Planungsphase jetzt auch mit der Umsetzung zügig vorankommen zu können“, umreißt Bürgermeister Herbert Dorn im VN-Gespräch das ehrgeizige Entwicklungsprojekt, das vor knapp zwei Jahren mit fachlicher Begleitung der Unternehmensberatung Steiner gestartet worden war. „Das Dorfleben und der Zusammenhalt ist überaus erfreulich, das hat sich auch in den Arbeitsgruppen bestätigt“, freut sich der Gemeindechef.

Mehr als Golf und Juppen

Bürgermeister Dorn hatte im Frühsommer 2008 das Vorhaben erläutert und klargestellt, dass seine Gemeinde „mehr als Golf und Juppenwerkstätte“ zu bieten hat. Anders habe man Riefensberg ja kaum gekannt, fügte er hinzu, denn „seit der Straßenunterbrechung durch die Rutschung im Gschlief war Riefensberg nur noch ein ,Sackgasse ohne den durchgehenden Ausflugsverkehr. Darunter hat die Gastronomie und die Nahversorgung erheblich gelitten und hat uns gezwungen, gegenzusteuern.“ Dies geschah schon bisher. Etwa durch Bereitstellung günstiger Bauplätze für Einheimische. Die für 2012/13 vorgesehene Wiedereröffnung der Straße wird auch den öffentlichen Personennahverkehr wesentlich attraktiver machen, vor allem für Schüler und Pendler.

Ehrgeiziges Programm

Was mit fachlicher Begleitung von Herbert Steiner ausgearbeitet wurde, ist kein „Wunschkonzert für Generationen“, sondern ein machbarer Maßnahmenkatalog, „den wir kurz- und mittelfristig auch umsetzen wollen“, ist Dorn zuversichtlich, in Laufe dieser Legislaturperiode die Eckpunkte verwirklichen zu können. Kernstück des Projekts zur Dorfentwicklung ist die Wiederinbetriebnahme der L 22 im Gschlief. Und dafür stehen die Chancen sehr gut, denn „die wichtigsten Arbeiten zur Geländestabilisierung sind von der Wildbach- und Lawinenverbauung schon erledigt, die Straße hat am Investitionsvolumen vielleicht einen Anteil von 20 Prozent und wir wollen noch heuer die Verfahren einleiten und im kommenden Jahr bauen.“ Zweiter Schwerpunkt ist die Ortszentrumsgestaltung und die Installierung von Sozialeinrichtungen. „Wir denken da an eine Art betreutes Wohnen, um auch den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Möglichkeit zu geben, möglichst lange in unserer Gemeinde bleiben zu können. Ein eigenes Senioren- oder Pflegeheim ist aber nicht vorgesehen. Als erfreulich sieht Dorn die Entwicklung der Landwirtschaft. „Durch den Golfplatz waren damals Rückgänge befürchtet worden, das Gegenteil war der Fall, die Milchanlieferung ist von damals 2,5 Millionen Liter auf drei Millionen angestiegen. Drittes Standbein ist die umfassende Nahversorgung. „Es ist uns gelungen, Wirtschaften, Laden, Post und Bank zu erhalten – unser vorrangiges Bestreben ist es, diese Nahversorgung auch in Zukunft sicherstellen zu können, denn ohne diese brauchen wir uns über andere Dinge erst gar nicht mehr den Kopf zu zerbrechen“, so Dorn.

Quelle: VN-STP

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