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Rieder "Feuerwerk" sorgte für "Happy End" im Aufstiegskampf

Rieder bejubeln Meistertitel und Aufstieg
Rieder bejubeln Meistertitel und Aufstieg ©APA
9:0 für Ried, 6:1 für Verfolger Austria Klagenfurt: Im extrem engen Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga gab am Freitagabend die heftigere Torlawine im Innviertel den Ausschlag. "Wir haben ein Feuerwerk abgebrannt und sind verdient Meister", sagte der gesperrt gewesene Kapitän Thomas Reifeltshammer. Die um fünf Treffer bessere Tordifferenz gab am Ende bei Punktegleichheit den Ausschlag.

Es war zugleich eine historische Entscheidung, hatte es doch ein derart enges Endklassement in der 2. Liga noch nie gegeben. Knapp war es aber auch vergangene Saison zugegangen, wo Ried nur zwei Zähler auf die WSG Wattens gefehlt hatten. "Man muss auch die letzten Wochen sehen. Nach der Corona-Pause war irgendwie der Wurm drinnen, wir waren dann auch schon von jedem abgeschrieben, aber die Mannschaft hat an sich gearbeitet und gezeigt, welche Mentalität in ihr steckt", sagte Dreifach-Torschütze Julian Wießmeier. In der 25. Runde hatte der Winterkönig seine Tabellenführung an die Kärntner verloren und diese nach einem 1:2-Klagenfurt-Patzer in Amstetten erst vergangene Woche in der vorletzten Runde zurückerobert.

"Am Ende war es ein super Happy End für uns, Kompliment an die Mannschaft wie sie dem Druck standgehalten hat", war Coach Gerald Baumgartner voll des Lobes. Für Ried ist es nach einer Pause von drei Saisonen eine Rückkehr ins Oberhaus, man steht vor der insgesamt 21. Erstliga-Saison. Mit Reifeltshammer und Marcel Ziegl stehen nur noch zwei Akteure im Kader, die auch 2016/17 schon tragende Rollen im Ried-Dress spielten.

"Wir haben Großes erreicht, Ried gehört in die Bundesliga", schilderte Reifeltshammer. Und Ziegl ergänzte: "Wir haben das ganze Jahr darauf hingearbeitet und sind jetzt wieder da wo wir hingehören." Der 27-Jährige bezeichnete den Freitag als "definitiv schönsten Tag in meinem Spielerleben". Einen Anteil daran hatten auch die Amstettener, die zuletzt den Grundstein für die Rieder Wende gelegt hatten. "Wir können einen Lastwagen voller Bier runterschicken nach Amstetten und wenn sie wollen auch einen zweiten", bedankte sich Ziegl in der Stunde des Triumphes noch einmal.

Hilfreich war für die Rieder auch ein zum Teil inferiorer Auftritt des FAC, der auf wichtige Spieler wie dem bereits im Urlaub weilenden Marco Sahanek verzichtet hatte. Das sehr zum Ärger von Klagenfurt-Trainer Robert Micheu: "Was mir ziemlich aufstößt ist, dass immer wieder geredet wurde, wie viel wir zahlen. Bei Tirol habe ich im Gegensatz zum FAC keinen Spieler schon im Urlaub gesehen. Und als wir Tore geschossen haben, hat auch Ried auf einmal wieder Tore geschossen", sagte der Austria-Coach. Auf der anderen Seite hatte aber auch der klare Heimsieg der Kärntner, die sich im Aufstiegskampf der nächsten Saison in der Favoritenrolle sehen, einen leicht schalen Beigeschmack. Das konnte sich auch Baumgartner nicht verkneifen: "Für die Qualität von Tirol ist das schon ein sehr kurioses Ergebnis."

Es änderte nichts am Rieder Aufstieg. Die Personalplanungen für die Bundesliga sind bereits im Gange. "Es gibt ein paar sehr interessante Spieler auf dem Markt, die auch zu uns kommen wollen. Wir haben tolle Jungs, werden aber auch versuchen uns durch gezielte Verstärkungen gut für die Bundesliga aufzustellen", sagte der Salzburger. Priorität hatte vorerst aber anderes. "Jetzt wollen wir erst einmal ein paar Tage feiern, dann werden wir schauen, was wir zusammenbringen", so Baumgartner.

Die Vorfreude war bei den Akteuren bereits spürbar. "Ich bin optimistisch, dass wir nächstes Jahr in der Bundesliga eine super Truppe haben", meinte Abwehrchef Reifeltshammer. Dort sind erstmals seit der Saison 2010/11 wieder zwei oberösterreichische Clubs vertreten. "Da freue ich mich extrem drauf. Derbys sind das Salz in der Fußballsuppe, eine tolle Geschichte", betonte Geschäftsführer Roland Daxl. Der 46-Jährige sieht entgegen von Aussagen von LASK-Präsident Siegmund Gruber in der Vergangenheit genug Platz für zwei Teams in Oberösterreich: "Oberösterreich kann sehr wohl zwei Bundesligisten vertragen." Von einer von den Schultern fallenden Last wollte er nichts wissen. "Weil ich weiß, dass es gleich wieder weitergeht und die nächste Aufgabe wartet."

Ein Ziel hat er schon ausgemacht: "Die Josko Arena soll wieder zur Festung gemacht werden, die sie lange Zeit schon war", verlautete Daxl. Oberösterreich-Konkurrent LASK hat noch in Pasching seine Heimstätte. Das ist für Baumgartner ein ganz besonderer Ort, hatte er doch 2013 mit dem damaligen Regionalligisten FC Pasching den ÖFB-Cup gewonnen. Die Bundesliga ist alles andere als Neuland für ihn, war er doch zuvor auch schon als Coach der Wiener Austria (Juni 2014 bis März 2015) und des SV Mattersburg (Jänner 2017 bis August 2018) im Oberhaus tätig.

(APA)

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