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Richtungsweisender Ansatz bei Ökostrom

Im Rahmen des Wettbewerbes "Energieregionen der Zukunft" hat das BMVIT die ÖKO STROMBÖRSE, als überregional wirksames innovatives Modell für ein Ökostrom-Marketing mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Die ÖKO STROMBÖRSE ist eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV). Im Büro von Landesrat Erich Schwärzler reichten Obmann Walter Pfister und AEEV-Geschäftsführer Johann Punzenberger am Freitag, die Auszeichnung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie an das Land Vorarlberg und an die “Impulse Stiftung” weiter, welche dieses Modell in der Entwicklung finanziell unterstützt und damit ermöglicht haben.

LR Schwärzler gratulierte zur Auszeichnung der ÖKO STROMBÖRSE: “Dieses zukunftsfähige Projekt von Energieverantwortlichen, Kommunen und Konsumenten basiert auf einer funktionierenden Zusammenarbeit und Nutzung von Synergien auf regionaler Ebene und ist ein wichtiger innovativer Ansatz für eine ökologische Ausrichtung der Energieversorgung in Vorarlberg.”

Seit der Liberalisierung des Strommarktes können Stromkunden über den Kauf von Stromprodukten direkt Einfluss auf die Stromproduktion nehmen. Der Ökostrom-Produkthandel gestaltet sich aufgrund der hohen Komplexität und der geringen Marktnachfrage für Anbieter ökonomisch wenig attraktiv. Für Kunden wiederum ist das derzeitige Angebot an Ökostrom Produkten nur schwer durchschaubar.

Eine Lösung stellt die ÖKO STROMBÖRSE dar. Sie bildet die Grundlage für ein Direkt-Marketing, durch das eine unmittelbare Beziehung zum Ökostrom-Förderer möglich wird. Ökostrom-Produzenten können somit marktwirtschaftlich agieren und Stromkunden zu einer Mehrzahlung für “ihren” Ökostrom bewegen. Im Mittelpunkt des Modells steht die Idee, dass ein geringer Beitrag pro verbrauchter Strommenge als Förderung direkt an Produzenten bezahlt wird, wobei alle Geldflüsse über die unabhängige ÖKO STROMBÖRSE abgewickelt werden.

Die Stromkunden können auf einfache und nachvollziehbare Weise ihre Wertschätzung für Ökostrom zum Ausdruck bringen. Sie können direkt mitbestimmen, ob generell neue Kleinanlagen oder nur eine ganz bestimmte Anlage, z.B eine Biogasanlage im jeweiligen Ort unterstützt werden soll. So wird die Motivation der Kunden gesteigert, einen sinnvollen Beitrag für einen aktiven Klimaschutz und für den Ausstieg aus der Atomenergie zu leisten.

Der gemeinnützige Verein ÖKO STROMBÖRSE wird von der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg, dem Energieinstitut Vorarlberg, der Vorarlberger Kraftwerk AG, und den Stadtwerken Feldkirch getragen. Durch die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen können zahlreiche Synergien genutzt und die Personalressourcen optimal eingesetzt werden.

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