Richtiges Verhalten im Pannenfall

Schwarzach - "Das richtige Verhalten nach einer Panne oder einem Unfall ist entscheidend für die eigene Sicherheit", weiß ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Sicherheitscard

Die seit Mai 2005 verpflichtend mitzuführenden Warnwesten erhöhen die Sichtbarkeit einer Person um das Fünffache und ist von einem Autofahrer mit Abblendlicht bereits aus 150 Metern erkennbar. Ein Fußgänger mit dunkler Kleidung ist jedoch erst auf 30 Meter auszumachen.

Bei dem verhängnisvollen Unfall auf der Rheintalautobahn wurde die 39-jährige Mutter von nachkommenden Pkw und Lkw überrollt. Die Frau, die ihren Wagen auf den Pannenstreifen schieben wollte, war schwarz gekleidet und ohne Warnweste unterwegs.

„Oft reagiert man in solchen Situationen unüberlegt“, weiß die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Deshalb sei es wichtig, den Fall der Fälle gedanklich durchzuspielen. Man muss unbedingt versuchen, einen Pannenstreifen oder Pannenplatz erreichen. Vor dem Verlassen des Kfz unbedingt die Warnweste anziehen. „Man muss sich vergewissern, dass gefahrloses Aussteigen möglich ist und sich und die Insassen möglichst schnell in Sicherheit bringen“, so Donosa.

Die Expertin weiß, worauf es sonst noch ankommt:

  • Tempo reduzieren
  • Ruhe bewahren
  • Alarmblinkanlage einschalten
  • Rechts bleiben und Parkplatz oder Pannenstreifen anfahren
  • Vor dem Verlassen des Fahrzeugs unbedingt Warnweste anziehen
  • Über die nächste Notrufsäule die Autobahnmeisterei alarmieren oder mit dem Handy Hilfe herbeiholen
  • Wichtige Koordinaten wie die Autobahnkilometer-Markierung merken und den Helfern durchgeben
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