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Vorarlberg wird Modellregion für Elektromobilität

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Vorarlberg wurde vom Klima- und Energiefonds des Bundes als Modellregion für Elektromobilität ausgewählt.

Im Rahmen eines mit bis zu 4,7 Millionen Euro geförderten Pilotprojektes wird im Jahr 2009 ein Flottenversuch mit vorerst 100 Elektrofahrzeugen durchgeführt, teilten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrat Erich Schwärzler gemeinsam mit Vertretern der Projektpartner heute, Donnerstag, im Landhaus mit.

Dabei sollen fundierte Erfahrungen – etwa über Praxistauglichkeit, Verbrauch, Reichweiten, Servicekosten und verschiedene Akkutechnologien – gesammelt werden. Gleichzeitig wird die notwendige Betankungsinfrastruktur auf Basis erneuerbarer Energieträger aufgebaut.

In der Ausschreibung des Klima- und Energiefonds war die Umsetzung der Maßnahmen in einer “städtischen Agglomeration” mit mindestens 100.000 Einwohnern und ihrem Umland gefordert. Vorarlberg hat sich dabei gegen Mitbewerber wie Linz oder Graz durchgesetzt – für LH Sausgruber ein höchst erfreuliches Signal. Vorarlberg genieße offensichtlich den Ruf einer Vorzeigeregion, der weitere Innovationen zugetraut werden. Für Landesrat Schwärzler ist das Projekt auch ein weiterer Impuls im Rahmen der Energiezukunft Vorarlberg.

Elektromobilität ist eine Technik der Zukunft – damit begründeten die Vorstände der illwerke vkw, Ludwig Summer und Christof Germann, das Engagement ihres Unternehmens. Getragen wird die Initiative von der Betreibergesellschaft “vorarlberg elektrisch mobil GmbH”, einer Tochtergesellschaft der Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW). Weitere Partner des Projektes sind das Land Vorarlberg, die Hypo Landesbank, das Vorarlberger Energieinstitut und der Vorarlberger Verkehrsverbund. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Technischen Universität Wien, für die Wartung der Fahrzeuge wird es Kooperationen mit Autowerkstätten geben.

Ziel ist nicht nur der Einsatz von Elektrofahrzeugen, sondern ein umfassendes Mobilitätskonzept. Das Modell beinhaltet neben dem Fahrzeug und der Finanzierung auch die Bereitstellung der Tankstationen und der notwendigen erneuerbaren Energie. Wer sich entscheidet, auf Elektromobilität umzusteigen, erhält zudem auch eine Jahreskarte für den öffentlichen Nahverkehr.

Schon in den nächsten Wochen sollen die ersten 50 Elektrofahrzeuge bestellt werden. Zugleich wird auf der 1400 Quadratmeter großen Dachfläche des neuen Carports auf dem Betriebsgelände der VKW in Bregenz eine Photovoltaikanlage errichtet und mehrere bereits bestehende Elektrotankstellen werden reaktiviert.

 

 

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