RFW-BO Amann lehnt Verschrottungsprämie entschieden ab!

Bregenz - Die angedachte Verschrottungsprämie Made in Austria ist nicht mehr als ein Tropfen Wasser in einem tobenden Großbrand und wird der Autoindustrie nicht durch die Krise helfen, so Amann.

Amann dazu: “Die Verliererkoalition zeigt einmal mehr, dass sie kein Rezept aus der Wirtschaftkrise hat und reiht sich damit nahtlos in die vorangegangene Versagerregierung ein. Mit einem Schnellschuss will man es dem Autoland Deutschland gleichmachen und übersieht dabei das Hauptproblem, dass nämlich der Auto produzierenden Industrie den Rücken zu stärken hat, kaum entschärfen kann, da der österreichische Markt dafür viel zu klein. In Europa sind rund 230 Millionen Pkw unterwegs und jährlich werden 15 bis 16 Millionen neu zugelassen. Dem stehen österreichische Neuzulassungen von rund 300.000 gegenüber – sowie ein Gesamtbestand von 4,2 Millionen Stück. Das zeigt, wie begrenzt der Handlungsspielraum im Land ist, zumal nur ein Bruchteil deren Besitzer wohl wegen der Prämie einen Neukauf tätigen wird. Das hat auch Wirtschaftsminister Mitterlehner erkannt, der im Zusammenhang mit der Verschrottungsprämie “nur” von 50.000 Autos spricht und da fragt man sich, was dieser Hokuspokus, der nur der Effekthascherei dient, soll.”

Die realistischen Zahlen sind für VW und Co. – und damit unsere Zulieferindustrie – wohl nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein. Den Staat kostet das jedoch rund 100 Millionen Euro. Für Amann eine kontraproduktive Strategie, denn ein großer Teil der Verschrottungsprämie kommt wohl gar nicht unseren Zulieferern zugute, sondern stützt nur ausländische Arbeitsplätze. Denn Schlüsselkunden unserer Zulieferindustrie sind die deutschen Luxuswagenhersteller. Die wenigsten jener Kunden, die heute eine “Schrottkiste” fahren, werden aber wohl auf einen neuen BMW oder Mercedes umsteigen, wo schon die Extras ein Vielfaches der Prämie ausmachen. Stattdessen werden viele wohl einen billigen Asiaten kaufen – und in einem solchen sind meist praktisch gar keine Teile Made in Austria drin. Damit erübrigt sich dieser wirtschaftpolitische Unsinn, der zudem nur mit viel Kontrolle und Verwaltungsaufwand abgewickelt werden kann, so die Kritik Amann´s.

Wenn man Impulse für die Autoindustrie setzen will, dann sollt man steuerliche Anreize schaffen, wie etwa die Senkung der NOVA oder Kfz-Steuer. Damit könnte man die notwenigen Impulse, sowie Anreize für eine Neuanschaffung setzen und damit für eine nachhaltige Wirkung sorgen. Alles andere ist Verschleuderung von Steuergeld, was gerade in Krisenzeiten unverantwortlich ist. Mit diesem Geld könnte man dringend notwendige Kredite für die KMU´s stützen, was wohl nur im Sinne der Gesamtwirtschaft sein kann, so der RFW-Bundesobmann, KO Ing. Fritz Amann, abschließend.

Quelle: Presseaussendung RFW

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