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RFL – organisiertes Helfen für Alle

Während der Nachtstunden sind immer zwei Mitarbeiter in der Leitstelle anzutreffen
Während der Nachtstunden sind immer zwei Mitarbeiter in der Leitstelle anzutreffen ©Helmut Köck
spannende Einblicke in der RFL

Seit Juli 2009 ist die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Betrieb und hat im vergangenen Jahr fast 117.000 Einsätze abgewickelt.

Feldkirch. Eine spannende Abendführung konnten die Altpfadfinder mit RFL-Mitarbeiter Klaus Bickel erleben und sind nun überzeugt, dass das 12,5 Millionen teure Projekt neue Maßstäbe im Bereich seiner Sicherheitsinfrastruktur gesetzt hat. Durch modernste Technik und optimierte Arbeitsplätze für die Einsatzleitung wird die Kommunikation und Koordination deutlich verbessert und eine rasche Hilfe im Ernstfall ist möglich.

Rund um die Uhr besetzt

Zwei Mitarbeiter erledigen die Nachtschicht, untertags sind 6 -8 Leute im Herzstück der RFL, dem Leitstellenplatz anzutreffen. Insgesamt arbeiten 19 Vollzeitbeschäftigte und weitere 6 temporäre Mitarbeiter bei der RFL. “Nicht immer sei es so ruhig, wie gerade eben. Aber trotzdem kommen laufend Anrufe über eine der Notnummern, 144 Rettung, 122 Feuerwehr oder 140 Bergrettung herein. Ca. 300 Anrufe werden täglich behandelt”, erklärt Bickel. Die Mitarbeiter bleiben höflich, auch wenn gerade einer aus Hohenems anruft und die nächste offene Apotheke wissen will. Leider gäbe es noch genug Jux-Anrufe oder viele Fehlalarme von den ca. 2.000 Rufhilfegeräten, welche bei der älteren Generation vermehrt genutzt würden.

schnell reagieren

Die voll integrierte Leitstelle wird von Bediensteten des Roten Kreuzes betrieben, welche alle praktische Einsatzerfahrung im Rettungsdienst und auch in den Bereichen Feuerwehr, Berg- und Wasserrettung vorweisen können. So können alle Mitarbeiter jeden der eingehenden Notrufe sofort behandeln. Wie schnell das geht, zeigte in einer Demo Mitarbeiter Bickel. Es dauerte kaum eine Minute vom Anruf bis zum Auflisten des kompletten Alarmplanes für das gemeldete Ereignis. Mit Knopfdruck können alle nötigen Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet werden. Dass dies auch klappt, dafür sind Mitarbeiter angestellt, welche die Datenversorgung sicherstellen. Beeindruckend auch hier die Zahlen: 110.000 Alarmplan-Verknüpfungen der Objekte, 17.000 Personenkontakte, 1.600 Funkgeräte, 9.000 Pager und 200 Sirenen können über das ausgefeilte Leitsystem erreicht werden.

Geballte Technik im Untergeschoss

Neben dem riesigen Serverraum (Das Backup-System ist im Landhaus bei der LWZ ) ist im Erdgeschoss auch das Lager und die Ausrüstung der Support Unit Austria (SUA) untergebracht. Innert fünf Stunden ist es möglich, Einsatzteams für einen Ernstfall im In- oder Ausland zu alarmieren und auszurüsten. Spezialisiert ist die Vorarlberger SUA als Katastrophenschutzeinheit für den Bereich Telekommunikation und IT. Die Besucher erlebten hautnah, dass die reibungslose Kommunikation und effiziente Entscheidungsabläufe zu jeder Zeit professionell abgearbeitet werden und insbesondere bei Naturereignissen, bei Hochwasser, nach Lawinenabgängen und nach Unfällen großartige und unverzichtbare Hilfe leisten können.

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